Frankreich

MUSEE NIEPCE (CHALON-SUR-SAÔNE)

Das 1972 gegründete Nicéphore Niépce Museum in Charlon-sur-Saône ist eines der ältesten Ausstellungshäuser für Photographie und Photogeschichte Frankreichs. Die Sammlung umfasst ungefähr 6000 Apparate und optische Geräte sowie mehr als 2 Millionen Photographien von den Anfängen der Photogeschichte bis zur Gegenwart. Der sehr ansprechend gestaltete Internet-Auftritt bietet ausführliche Informationen zur Sammlung und eröffnet dem Benutzer hervorragende Recherchemöglichkeiten zu den Museumsbeständen. Dem Haus ist eine Bibliothek angeschlossen.

FONDATION HENRI CARTIER-BRESSON (PARIS)

Am 02. Mai 2003 haben Henri Cartier-Bresson und seine Frau Martine Franck im Pariser Viertel Montparnasse die gemeinnützige Stiftung Fondation Henri Cartier-Bresson eröffnet – die erste anerkannte Privatstiftung eines französischen Fotografen. Alle zwei Jahre wird der mit 30.000 Euro dotierte Prix Henri Cartier-Bresson ausgeschrieben.

LA MAISON EUROPÉENNE DE LA PHOTOGRAPHIE (PARIS)

Die Sammlung des Maison Européenne de la Photographie besteht aus über 15.000 internationalen Arbeiten vom Ende der 1950er Jahre bis heute. Teilweise wurden komplette Serien gekauft, etwa Robert Franks „The Americans“, Josef Koudelkas „Prague 1968“ oder Raymond Depardons „Correspondance New-Yorkaise“. Auch Komplexe des „Dai Nippon Printing (Tokyo)“, der „Reader’s Digest Foundation“ oder der „Polaroid Company of Boston“ erweiterten die Sammlung. Ein weiterer Sammlungsschwerpunkt liegt auf den Werken Irving Penns. Für Wechselausstellungen werden die eigenen Bestände teilweise komplett abgehängt. Eine Bibliothek, eine Videothek und ein Auditorium ergänzen das Angebot für die Öffentlichkeit.

Vom Maison Européenne de la Photographie aus wird der alle zwei Jahre in Paris stattfinde Fotomonat, der « Mois de la photo » organisiert.

MUSEE D´ORSAY (PARIS)

Das Musée d´Orsay in Paris sammelt seit 1979 Werke der Fotografie und besitzt heute über 45.000 Fotoarbeiten. Einen Schwerpunkt der Sammlung bilden französische und englische Fotografie des 19. Jahrhunderts mit Werken u.a. von Nadar, Le Gray, Regnault, Vigier, Baldus, Aubry, Cameron und Lewis Caroll. Der zeitliche Endpunkt der Sammlung liegt um das Jahr 1915. Der leicht veraltete Internetauftritt wird von nur wenigen Bildbeispielen illustriert und bietet keinen umfassenden Überblick über die Sammlungsbestände des Museums.

JEU DE PAUME (PARIS)

Das Jeu de Paume, 2004 eröffnet, ist das jüngste der staatlichen Ausstellungsinstitute für Fotografie und audiovisuelle Medien in Paris. Es zeigt unter der Direktion des ehemaligen Leiters des "Centre National de la Photographie" und Kunstkritikers Régis Durand überwiegend zeitgenössische Fotokunst, die in Frankreich auch als "photographie plasticienne" bezeichnet wird. Ein weiterer Schwerpunkt sind Symposien, Konferenzen und Filmvorführungen, die das umfassende Programm ergänzen. Als Ausstellungsorte dienen das umgebaute Jeu de Paume, ehemaliger Sitz der Impressionisten am Place de la Concorde und das Hôtel de Sully in der Rue St-Antoine im Herzen des Marais, das von 1994-2004 die staatliche Institution Patrimoine Photographique beherbergte. Das Patrimoine und das Centre Nationale de la Photographie wurden 2004 mit der Galerie Nationale du Jeu de Paume fusioniert und bilden das heutige Ausstellungszentrum.