Deutschland

ALFRED EHRHARDT STIFTUNG (BERLIN)

Die Alfred Ehrhardt Stiftung in Berlin-Mitte widmet sich der wissenschaftlichen Erschließung des Werks von Alfred Ehrhardt, als Fotograf und Kulturfilmer Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Die Stiftung wurde 2002 von Sohn des Fotografen ins Leben gerufen, um den künstlerischen Nachlass seines Vaters (ca. 7.000 Fotografien, 1.000 Glasnegative, 5.000 Zelluloidnegative, Zeichnungen, Grafiken, Gemälde, Filme, Dokumente) einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Januar 2010 zog die Stiftung von Köln nach Berlin. Neben ihrer Archivtätigkeit widmet sich die Stiftung dem Ausstellen der Werke Ehrhardts, auch im Dialog mit zeitgenössischen Postitionen.

BAUHAUS-ARCHIV FOTOGRAFIE (BERLIN)

Im Zentrum der Sammlung künstlerischer Fotografie des Bauhaus-Archivs stehen die Arbeiten von Mitgliedern und Anregern des Bauhaus, wie Lucia Moholy, László Moholy-Nagy und Walter Peterhans. Die Sammlung umfasst insgesamt etwa 5.000 Abzüge (davon ca. 4.000 als vintage prints, 1.000 als modern prints) von 117 Fotokünstlern aus dem Bauhaus sowie aus dessen Umkreis und Nachfolge, ferner etwa 1.500 Originalnegative von Lucia Moholy, Herbert Schürmann und Eugen Batz. Das größte Konvolut bildet der Nachlass von Lucia Moholy mit ihrer Dokumentation der Bauten und Produkte des Bauhauses. Zu den einzelnen Künstlern bieten die Seiten kurze Biografien und eine bildliche Auswahl ihrer Werke. Außerdem wird auf aktuelle Ausstellungen verwiesen.

BERLINISCHE GALERIE - DIE PHOTOGRAPHISCHE SAMMLUNG (BERLIN)

Die Berlinische Galerie, das Landesmuseum für Moderne Kunst, Photographie und Architektur sammelt, pflegt, erforscht und präsentiert Berliner Kunst von 1870 bis heute. Innerhalb seines gattungsüberspannenden Sammlungskonzepts spielt auch die Photographie eine maßgebliche Rolle. Mit dem Aufbau der photographischen Sammlung wurde 1978 begonnen. Die Sammlung mit dem Schwerpunkt auf Berlin reicht von Beispielen aus der Arbeit von Berliner Daguerreotypisten bis zu zeitgenössischer Kunst und Photographie. Sie enthält Porträt-, Architektur-, Stadt- und Landschaftsphotographie, Industrie-, Sach-, Werbe- und Modephotographie, bildjournalistische wie künstlerische Photographie bis hin zu Photomontagen, Photocollagen, Photogrammen und photographischen Konzeptarbeiten. Der Schwerpunkt liegt auf Archiven und Nachlässen u.a. von Heinrich Zille, Erich Salomon, Marta Astfalck-Vietz und Herbert Tobias, einer umfangreichen Sammlung zur Photographiegeschichte der DDR und auf großen Werkkomplexen von der Stadt- und Architekturphotographie des 19. Jahrhunderts bis zu ganzen Ausstellungs- und Werkzyklen zeitgenössischer Photographen, etwa von Dieter Appelt, Thomas Florschuetz, Elfi Fröhlich und Michael Schmidt.

Die Berlinische Galerie hat von der J. Paul Getty Stiftung 2003 Fördermittel in Höhe von 153.000 EUR zur Erforschung des baugeschichtlichen Fotoarchivs des Magistrats von Berlin erhalten. Das Fotoarchiv stellt die umfassendste Dokumentation zur Stadtentwicklung Ostberlins dar, die als geschlossener Bestand in einem Museum erhalten ist. Seinen Ursprung hat das Archiv in der fotografischen Dokumentation von Kriegsschäden nach 1945. Die Stadtentwicklung Ostberlins lässt sich anhand des Materials vom Kriegsende bis 1990 nachvollziehen. Der einmalige Bestand, der in mehr als 60.000 Fotografien zum Teil gänzlich unbekannte und nie realisierte Bauentwürfe umfasst, wird nun der öffentlichen Nutzung in einer Datenbank zugänglich gemacht.

BILDARCHIV DES DEUTSCHEN HISTORISCHEN MUSEUMS (BERLIN)

Die Seiten des Deutschen Historischen Museums bieten einen Überblick über die im Bildarchiv des Museums vertretenen Photographen und Agenturen. Eine kurze biographische Vorstellung der Künstler wird durch ausgewählte Werke des Oeuvre, Literaturhinweise und Hinweise auf die im Bildarchiv vorhandenen Negative und Abzüge ergänzt.

C/O BERLIN - DAS KULTURELLE FORUM FÜR FOTOGRAFIE

Das 1999 gegründete C/O befindet sich noch bis März 2011 in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble in unmittelbarer Nähe der Museumsinsel. Zum Programm gehören u. a. Wechselausstellungen und Vorträge renommierter Fotografen.

BIOGRAPHIEN DER IM DHM-ARCHIV VERTRETENEN PHOTOGRAPHEN

Ein Vorwort des Sammlungsleiters erläutert die Hintergründe der Bildarchiv-Gründung. Über 2,5 Millionen Negative und über 500.000 Abzüge zählte das Museum 2001, mit dem Schwerpunkt Pressephotographie. 46 Biographien und Bildproben geben einen Einblick in die Bestände auf dem Stand von 2001, aktuellere Angaben über angekaufte Bestände. Diese Inhalte liegen auch in Druckversion vor (Fotografen und Agenturen im Bildarchiv des Deutschen Historischen Museums, 11. Jahrgang; Heft 26; Berlin, Herbst 2001, zu beziehen über den Museumsshop des DHM). Zudem ein Link zum Gästebuch des Museums mit eher peinlichen (Fehler)meldungen.

HELMUT NEWTON STIFTUNG (BERLIN)

Über 1000 Werke Helmut Newtons und seiner Frau June Newton sind im Museum für Photographie in einer Doppelausstellung präsent. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Präsentation persönlicher Gegenstände Helmut Newtons.

INSTITUT FÜR KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE AN DER FREIEN UNIVERISTÄT BERLIN - PHOTOTHEK

Parallel zur Abguss-Sammlung Antiker Plastik wird seit 1977 am Institut für Klassische Archäologie an der Freien Universität Berlin - ebenfalls mit dem Schwerpunkt "Antike Plastik" - eine Fotothek (etwa 60.000 aufgezogene Fotos in Kästen) und eine Diathek (etwa 110.000 Groß-und Kleindias) aufgebaut. Die Website gibt keine weiterführenden Auskünfte; 2004 wurde eine Publikation über die Sammlung veröffentlicht: Annetta Alexandridis und Wolf-Dieter Heilmeyer, Archäologie der Photographie - Bilder aus der Photothek der Antikensammlung Berlin.

KUNSTBIBLIOTHEK (BERLIN)

Die 1867 gegründete Kunstbibliothek ist mit rund 400.000 Bänden eine der bedeutendsten kunstwissenschaftlichen Spezialbibliotheken in Deutschland. Gleichzeitig verfügt sie über eine umfangreiche photographische Sammlung und bietet ein breites Forschungsangebot. Alle Sammlungsbestände können im Lesesaal eingesehen werden. Darüber hinaus werden in regelmäßigen Abständen Sonderausstellungen gezeigt.

MUSEUM FÜR FOTOGRAFIE (BERLIN)

Die mehrfach modifizierten Planungen, in Berlin ein Deutsches Centrum für Photographie zu etablieren, gelangten 2003 mit der Gründung des Museums für Fotografie als Abteilung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zum Abschluss. Seit Juni 2004 sind die Newton-Stiftung und das Museum für Fotografie im unmittelbar am Bahnhof Zoologischer Garten gelegenen ehemaligen Offizierskasino der preußischen Landwehr ansässig.

Ziel des Museums für Fotografie ist die Bündelung der vielfältigen musealen Aufgabenbereiche in einem Forschungs- und Dokumentationszentrum für das Medium Fotografie, begleitet von wechselnden thematischen Ausstellungen. Bis zur Museumsgerechten Instandsetzung werden die teils noch ruinösen Räumlichkeiten, darunter der 665 m2 große Kaisersaal im Obergeschoß, mit wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Fotografie und verwandten Gattungen wie Videokunst und Film bespielt. Sukzessive werden die noch unsanierten Räumlichkeiten in den nächsten Jahren als Museum eingerichtet. Vorgesehen sind Ausstellungssäle, Archive und Depots, ein Studien- und Lesesaal, eine Restaurierungswerkstatt und eine museumspädagogische Abteilung mit Demonstrationsfotolabor. Den Grundstock der Museumsbibliothek bildet die Karl-Steinorth-Bibliothek, eine der bundesweit größten Spezialbibliotheken für Fotografie, zusammengetragen von dem im Jahr 2000 verstorbenen ehemaligen Leiter der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) und Chefjustitiar der KODAK AG Stuttgart, Prof. Dr. Karl Steinorth. Der durch eine Stiftung in die Kunstbibliothek gelangte Bestand an Büchern, Fachzeitschriften und Katalogen umfaßt geschätzte 15.000 Bände. Diese werden zur Zeit in die Datenbank des Bibliotheks-Verbundes (GBV) eingegeben; bis zum Abschluß der computergestützten Erfassung bzw. bis zur endgültigen Fertigstellung des Museums für Fotografie ist der Bestand über den OPAC der Kunstbibliothek abrufbar.

STIFTUNG PREUSSISCHE SCHLÖSSER UND GÄRTEN BERLIN-BRANDENBURG (SPSG)

Die historischen Fotografien der Sammlung der historischen Glasplattennegative der Fotothek der Stiftung stehen seit Juni 2008 auch online zur Verfügung. Die Sammlung der etwa 20.000 Gelatinetrockenplatten beinhaltet einzigartige Innen- und Außenaufnahmen der ehemaligen preußischen Königsschlössern, Gärten und Sammlungen, die bis 1945 in ganz Deutschland unter der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten standen. So vereinigt die Sammlung zum Beispiel Fotografien der Königsschlösser in Berlin und Potsdam, der Schlossanlagen in Weilburg an der Lahn, Homburg von der Höhe, der Burg Stolzenfels, der Schlösser in Königsberg und Breslau. Der größte Teil dieser bedeutenden Schlossanlagen wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt oder ganz zerstört. Diese historischen Fotografien sind oft die letzten Zeugnisse dieser Kunstdenkmale deutscher Kulturgeschichte.

Diese bedeutende historische Negativsammlung konnte durch das Projekt zur "Digitalisierung und Erschließung der Sammlung der historischen Originalaufnahmen von 1894 - 1945", das großzügig von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unterstützt wird, online veröffentlicht werden.

HAUS DER GESCHICHTE (BONN)

Im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland werden Fotografien zu folgenden Schwerpunkten gesammelt: zeitgeschichtliche Dokumentation besonderer Ereignisse, Alltagsgeschichte mit Schwerpunkt auf sozialdokumentarischer Fotografie und ästhetisch hervorstechende Beispiele aus der Geschichte der Fotografie. Die Sammlung umfasst Papierabzüge, Negative, Diapositive, Fotodruck u.v.a.

GESELLSCHAFT PHOTO ARCHIV (BONN)

1975 gründeten Gregor Betz und Klaus Honnef auf Basis des fotografischen Nachlasses von Liselotte Strelow die Gesellschaft Photo Archiv e. V. in Bonn. Ihre Sammlung basiert neben Strelows Nachlass auch aus umfangreichen Konvoluten u. a. von Stefan Moses, Robert Lebeck, F. C. Gundlach, Margarete Bourke-White und Alfred Eisenstädt. Der Gesamtbestand umfasst ca. 14 000 Negative und ca. 8 200 Papierabzüge.Thematische Schwerpunkte der Sammlung sind Portrait, Mode, Architektur und Mode-Journalismus. Die Sammlung befindet sich als Dauerleihgabe im Rheinischen Landesmuseum Bonn.

MUSEUM FÜR PHOTOGRAPHIE (BRAUNSCHWEIG)

Mit dem Museum für Photographie wurde 1984 ein Forum für die Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie geschaffen, das mit seinen Ausstellungsaktivitäten mittlerweile fester Bestandteil des internationalen Fotografie-Netzwerkes ist. Braunschweig ist ein idealer Standort für das Museum, da die Stadt durch Unternehmen wie Rollei und Voigtländer eng mit der technischen Entwicklung der Fotografie verbunden ist. Die fotografische Sammlung hat ihre Schwerpunkte auf den Anfängen der Fotografie (z.B. Henry Fox Talbot, Felix Nadar, Julia Margaret Cameron), den 1920er und 1930er Jahren (z.B. Man Ray, Làszlo Maholy-Nagy, Kurt Kranz) und der Gegenwart (z.B. Henri Cartier-Bresson, Thomas Höpker, Heinrich Riebesehl, Nick Waplington). Langfristig entwickelt das Museum eine ständige Ausstellung zur Bild-, Kultur- und Technikgeschichte der Fotografie.

PHOTOARCHIV DES DEUTSCHES SCHIFFAHRTSMUSEUM (BREMERHAVEN)

Ende Oktober 2003 wurde dem Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven der angekaufte Nachlass von Hanns Tschira, deS Bordphotographen der Schiffahrtsgesellschaft Norddeutscher Lloyd, übergeben: Nach Museumsangaben „Tausende Abzüge und 45.000 Negative“ aus den 30er Jahren. Sie werden in das bereits bestehende, umfangreiche Archiv von rund 850 Photoalben und 150.000 Photographien eingegliedert. Diese Bestände sind systematisch erfasst und alphabetisch aufgestellt. Darunter der Nachlass von Helmut Schröder zum Schiffbau im Bremer Raum 1950-1970 oder die Sammlungen der Photographen Hans Hartz, Walter Lüden und Eberhard W. Haase zum Hamburger Hafen. Das Archiv ist nach Terminvereinbarung zu Recherchezwecken zugänglich, der Katalog ist online nicht verfügbar; schriftliche Auskünfte sind gegen Gebühr möglich.

FOTOARCHIV BUCHENWALD

Das digitale "Fotoarchiv Buchenwald" ist das Ergebnis eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2004 finanzierten Forschungsprojekts, das vor dem Hintergrund einer seit den neunziger Jahren allgemein intensiv geführten Diskussion über Methoden und Praxis der Benutzung und Archivierung historischer Fotografien auf den Weg gebracht wurde. In Verbindung mit ehemaligen Häftlingen und deren Angehörigen wurde der Bildbestand an der Gedenkstätte Buchenwald in den vergangenen Jahren erweitert, überprüft, nach neuesten wissenschaftlichen Kriterien inventarisiert und zur öffentlichen Nutzung über das Internet digital erschlossen. Das "Fotoarchiv Buchenwald" bietet eine Auswahl von 530 aus den ca. 6.000 quellenkritisch erschlossenen Fotografien aus dem Sammlungsbestand der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Insgesamt befinden sich etwa 10.000 historische Fotografien im Archiv der Stiftung, die in über 30 Jahren zusammengetragen worden sind.

Die quellenkritische Inventarisierung und historische Kontextualisierung der Fotografien nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bieten die Gewähr für eine glaubwürdige Bildungsarbeit. Das "Fotoarchiv Buchenwald" trägt damit zur Qualitätssicherung historischer Information im Internet bei. Im "Fotoarchiv Buchenwald" zeigt die Stiftung auch bislang unbekannte Aufnahmen und Portraits von Häftlingen des KZ Buchenwald.

Angesichts des unvermeidlichen Abschieds von den Zeitzeugen will das "Fotoarchiv Buchenwald" den Opfern des Konzentrationslagers ein Gesicht geben. Als Pilotprojekt hat es somit Modellcharakter für andere Gedenkstätten und Archive und will Perspektiven zur Zukunft der Erinnerung aufzeigen.

HAUS DER PHOTOGRAPHIE (BURGHAUSEN)

Das Haus der Fotografie wurde 1983 als Fotomuseum der Stadt Burghausen gegründet und befindet sich im Rentmeisterstock am Anfang der Burg. Das Museum hat eine Sammlung von etwa 1.000 Kameras aus allen Zeiten und Anwendungsbereichen mit Schwerpunkt auf Amateurapparaten. Einen Schwerpunkt der Sammlungen stellt die Fotogeschichte der Stadt Burghausen dar. Eine Besonderheit ist die Kamera, die in einem Weltraumunternehmen der Nasa verwendet worden war und dem Burghauser Fotomuseum von der Firma Hasselblad aus Göteborg in Schweden im Oktober 1985 geschenkt wurde.

KUNSTMUSEUM DIESELKRAFTWERK (COTTBUS)

Zwei Jahre nach Gründung der Brandenburgischen Kunstsammlung Cottbus wurde 1979 die Sammlung um die Photographie erweitert. Der Aufbau des Bestandes erfolgte vor allem durch Ankauf der Werke zeitgenössischer Photographen der ehemaligen DDR. Die Sammlung Photographie ist bis zur Wende auf die ostdeutschen Regionen beschränkt geblieben, öffnet sich aber seit 1991 auch den Gegenwartstendenzen Westdeutschlands und anderer Länder. Sie besitzt gegenwärtig mehr als 3.000 Arbeiten von 260 Photographen. Durchschnittlich ist ein Photograph mit 10 Exponaten vertreten, verschiedentlich sind aber auch größere Werkkomplexe u.a. bei Christian Borchert, Alexander Rodtschenko, Günter Rössler, Joachim Jansong, Manfred Paul, Ulrich Lindner, Evelyn Richter, Thomas Florschuetz, Tina Bara, Kurt Buchwald, Jens Rötzsch, Sybille Bergemann, Ulrich Wüst, Gundula Schulze Eldowy sowie Thomas Kläber vorhanden .

DEUTSCHES FILM- UND FOTOTECHNIK MUSEUM (DEIDESHEIM)

Zwei umfangreiche private Sammlungen von Foto- und Filmgerätesammlungen bildeten die Grundlage für das Deutsche Film- und Fototechnik Museum, das 1990 in Deidesheim eröffnete. Auf mehr als 300 qm Ausstellungsfläche kann der Besucher über 5000 Exponate besichtigen. Neben dem Bewahren und Präsentieren der Objekte ist das Museum bemüht, Besucher an die gezeigte Technik heranzuführen.

DEUTSCHE FOTOTHEK (DRESDEN)

Über zwei Millionen Photographien und Reproduktionen wurden in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden gesammelt mit den Schwerpunkten Kunst-, Architektur- und Musikgeschichte, Regionalkunde Sachsen, Geographie sowie Technik- und Wirtschaftsgeschichte und Nachlässe (z.B. von Christian Borchert, Oswald Lübeck, Benjamin und Adolf Beckmann): auf der Website werden die bis 1860 zurückreichenden Bestände exemplarisch vorgestellt; derzeit sind rund 350.000 Aufnahmen online recherchierbar. Diese sind auf der Website kostenpflichtig bestellbar.

STAATLICHE KUNSTSAMMLUNGEN DRESDEN, KUPFERSTICHKABINETT

Das Dresdner Kupferstich-Kabinett besitzt eine rund 14.000 Werke umfassende Sammlung künstlerischer Photographie, die bereits ab 1899 unter dem damaligen Direktor Max Lehrs aufgebaut wurde. So stellt sie die älteste photographische Sammlung innerhalb eines Kunstmuseums in Deutschland dar. Mit 122 Daguerreotypien u.a. von Philipp Graff und Bertha Wehnert-Beckmann, 16 Pigmentdrucken nach Negativen von David Octavius Hill und Robert Adamson oder einer Werkgruppe von August Kotzsch liegt ein Schwerpunkt in der Frühzeit der Photographie. Eine Besonderheit stellen zwei photogenische Zeichnungen von Johann Carl Enslen aus dem Jahr 1839 und eine umfangreiche Sammlung von Visitkarten und Cabinettbildern Dresdner Ateliers (Sammlung Milde) dar. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Kunstphotographie um 1900 mit Werken von Photographen wie Hugo Henneberg, Frank Eugene, Heinrich Kühn, Léonard Misonne oder Otto Erhardt. Die vielfältige Entwicklung, die die Photographie im 20. Jahrhundert genommen hat, spiegelt sich auch im Dresdner Bestand wider. Die Photographie der 1920er Jahre ist mit Hugo Erfurth, Albert Renger-Patzsch, Edmund Kesting, Franz Fiedler sowie einzelnen Photographien z.B. von Alexander Rodtschenko, László Moholy-Nagy, El Lissitzky und einer Werkgruppe von Hajo Rose vertreten. Die Konvolute zu Richard Peter sen. oder Pan Walther präsentieren zwei Vertreter der Photographie nach 1945. Für neue Tendenzen künstlerischer Photographie in Dresden ab Mitte der 1970er Jahre stehen Namen wie Ulrich Lindner, Georg Hornung oder Evelyn Krull. Die dokumentarischen Photographien von Christian Borchert oder Matthias Lüttig zeigen eine besondere Seite des DDR-Alltags, zugleich finden sich mit Arbeiten von Thomas Florschütz oder Erasmus Schröter Beispiele konzeptueller Photographie. Aber auch Künstler außerhalb der DDR sind vor 1989 in die Sammlung aufgenommen worden, so z.B. Krzysztof Gierałtowski, Wols oder Horst Janssen. Künstlerische Positionen der Gegenwart sind mit Farbphotographien von Candida Höfer und Hans-Christian Schink oder den Photogravüren Olafur Eliassons vertreten.

STADTMUSEUM DRESDEN

Die zahlenmäßig stärkste Bestandsgruppe des Dresdner Stadtmuseum besteht aus den Fotografien und Postkarten (ca. 200.000 Objekte). Schwerpunkte der Sammlungstätigkeit bilden die Stadtansichten, Ereignisse städtischer Geschichte, Porträts von Dresdner Persönlichkeiten und Arbeiten Dresdner Fotografen. Die Bestandsgruppe enthält Arbeiten aus den Anfängen der Fotografie (fotogenische Zeichnungen, Daguerreo-, Ferrotypien, etc.), Werke bekannter Fotografen (Kotzsch, Krane, W. Hahn, Brockmann, Andreß, etc.). Einzigartig sind die Altbestände mit Aufnahmen von der Mitte des 19. Jahhunderts bis etwa 1930.

MUSEUM KUNST PALAST (DÜSSELDORF)

Im Museum Kunst Palast Düsseldorf entsteht ein "Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene", eingerichtet von der Kunststiftung Nordrhein Westfalen. Ein Schauraum im Museum zeigt Bestände dieses Archivs.

Am 27.01.2002 eröffnete bereits das "Kunstarchiv Kaiserswerth" (Suitbertus-Stiftsplatz, 40489 Düsseldorf). Diese neue Einrichtung befindet sich unter dem Dach der Stiftung museum kunst palast und verfolgt das Ziel, die Photokünstler Bernd und Hilla Becher sowie den Sammler Dr. Volker Kahmen mit ihren Werken dauerhaft in Düsseldorf zu verankern. Die Künstler werden dort wohnen und arbeiten, ihre umfassenden Bestände ordnen und von Zeit zu Zeit ausgewählte Werkkomplexe zeigen.

FOTOMUSEUM HIRSMÜLLER (EMMENDINGEN)

Das im März 2003 eröffnete Photomuseum im zweiten Obergeschoss des Markgrafenschlosses gibt Einblick in die 132-jährige Geschichte des Emmendinger Photostudios Hirsmüller. Die Ausstellung zeigt das Interieur zur Zeit der Schließung 1993, historische Fotografien, insbesondere auch zur Emmendinger Stadtgeschichte, sowie Fototechnik im Wandel der Zeit.

FOTOGRAFISCHE SAMMLUNG IM MUSEUM FOLKWANG (ESSEN)

Die Fotografische Sammlung im Museum Folkwang umfasst über 50.000 Fotografien mit einem Schwerpunkt bei Fotografien der 20er Jahre, der Nachkriegszeit und auf zeitgenössischen Arbeiten. Sie beinhaltet mehrere Nachlässe, unter anderem von Helma Lerski, Germaine Krull, Wolfgang Weber, Walter Peterhans, Otto Steinert und die Archive von Peter Keetman und ringl + pit. Außerdem verfügt sie über große Werkgruppen von David Octavius Hill/Robert Adamson, Heinrich Kühn, Hugo Erfurth, Lázló Moholy-Nagy, Albert Renger-Patzsch, August Sander und Edward Steichen. Sammlungsschwerpunkte bilden Porträt-, Architektur-, und Landschaftsdarstellungen.

FOTO-MUSEUM BURG HORST (ESSEN)

Das Essener Photomuseum befindet sich in umgebauten Räumen der Burg Horst und präsentiert dem Besucher Kameras, photographisches Zubehör und Photographien von der camara obscura bis zur dreidimensionalen Fotografie.

FOTOGRAFIE FORUM INTERNATIONAL (FRANKFURT A. M.)

Seit seiner Gründung 1984 zeigt das FFI wechselnde Ausstellungen historischer und zeitgenössischer Fotografie von internationalem Rang. Dabei werden die unterschiedlichsten Aspekte des Mediums, wie Fotojournalismus, Mode- und Werbefotografie oder auch wissenschaftliche Fotografie berücksichtigt. Sein neues Domizil in der Braubachstraße wird im Herbst 2011 bezogen. Zur Zeit finden Ausstellungskooperationen statt.

ARCHIV DES INSTITUTS FÜR GRENZGEBIETE DER PSYCHOLOGIE UND PSYCHOHYGIENE (FREIBURG)

Das Archiv des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene besitzt zwei große Sammlungsschwerpunkte. Zum einen verfügt es über eine ganze Reihe von Nachlässen und Teilnachlässen bedeutender Persönlichkeiten aus der Geschichte der deutschen bzw. der europäischen Parapsychologie mit zum Teil umfangreichen Fotosammlungen (z. B. Louis Darget [1847-1921] oder Albert von Schrenck-Notzing [1862-1929]). Zum anderen enthält es zahlreiche Materialien aus der seit 1950 laufenden Institutsarbeit, wobei sich hier die unterschiedlichsten Bestandsformen (Schriftgut zu Forschungsprojekten, Fotografien, Tonbandaufnahmen, Filmaufnahmen etc.) miteinander ergänzen. Die für Fotohistoriker relevanten Nachlässe sind bisher allerdings noch nicht erschlossen, ihre Sichtung ist nur für wissenschaftliche Zwecke sowie nach vorhergehender Absprache möglich.

Dem Institut ist auch eine Bibliothek angegliedert, deren Bestände größtenteils in der Universitätsbibliothek Freiburg liegen.

MUSEUM DER FOTOGRAFIE (GÖRLITZ)

Um 1900 war Görlitz neben Berlin und Dresden einer der wichtigen Fotoindustriestandorte in Deutschland.  Bereits 1881 findet man im Handelsregister die Firma "Paul Dittrich & Co. - Fabrik photographischer Apparate", ihr folgten später "Curt Bentzin - Werkstätte für photographische Apparate". "Mlitz & Krügler - Photographische Kunsttischlerei", "Robert Reinsch - Neue Görlitzer Kamerawerke" und "Meyer-Optik". Vor diesem Hintergrund haben sich engagierte Görlitzer ein Zentrum zur Geschichte der Fotografie zur Aufgabe gemacht. Neben einer Dauerausstellung von historischen Kameras u.a. finden auch Wechselausstellungen zeitgenössischer Fotografen statt.

 

STADTARCHIV HAGEN

Das Stadtarchiv Hagen besitzt eine umfangreiche Sammlung historischer Bilddokumente, darunter Zehntausende von fotografischen Papierabzügen, Negativen und Diapositiven sowie grossformatige Glasplatten. Die Erschliessung, Sichtung und Bewahrung sowie wissenschaftliche Bearbeitung dieser Bestände ist Aufgabe des Historischen Centrums Hagen. Im Lesesaal ist es möglich, über einen PC in Bilddatenbanken (zurzeit über 5.000 digitalisierte Fotos und Postkarten) zu recherchieren.

STIFTUNG MORITZBURG (HALLE)
KUNSMUSEUM DES LANDES SACHSEN-ANHALT

Die Stiftung Moritzburg in Halle verfügt über eine eigenständige Sammlung von Photographien, die derzeit annähernd 50.000 Exponate umfasst. 1986 begann mit der Schenkung des Nachlasses des Schweizer Photographen Hans Finsler die Sammeltätigkeit des Museums. Das Werk des Schweizers legte den Grundstein für den einen Sammlungsschwerpunkt der Avantgardephotographie, daneben ist in großem Umfang die ostdeutsche Photographie seit 1945 mit dem Bildarchiv des ehemaligen Fotokinoverlages Leipzig sowie der Bildersammlung der Gesellschaft für Fotografie im Kulturbund der DDR vertreten. Außerdem verfügt das Haus über eine Fachbibliothek von ca. 8000 Bänden.

INTERNATIONALES HAUS DER PHOTOGRAPHIE (HAMBURG)

Am 1. September 2003 hat Prof. F. C. Gundlach als Gründungsdirektor die Umwidmung der südlichen Deichtorhalle in ein "Internationales Haus der Photographie" vorgenommen. Es wird das Medium Photographie im weitesten Sinne fördern und präsentieren. Die bedeutende Sammlung des Gründers wird für zunächst 20 Jahre als Dauerleihgabe an das Haus gegeben. 12.000 katalogisierte Arbeiten aus den Bereichen Dokumentarphotographie, Modephotographie sowie photographische Arbeiten bildender Künstler werden in den Deichtorhallen aufbewahrt und in Wechselausstellungen zu sehen sein. Im März 2005 übergab das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sein Bild-Archiv als Dauerleihgabe an das Internationale Haus der Photographie mit rund 3 Millionen Schwarzweiß-Photographien und hunderttausenden von Farbdias. Es ist eine der weltweit größten und renomiertesten Sammlungen zur Pressephotographie.

MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE (HAMBURG)

Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe begann bereits um 1900 Photographien als eigenständiges Medium zu sammeln. Die photographisches Sammlung umfasst inzwischen ca. 50.000 Werke, die vom Bildjournalismus über die Sachphotographie bis zur freien künstlerischen Photographie reichen und die Geschichte des Mediums von den Anfängen bis in die Gegenwart reflektieren: Von der Daguerreotypie bis zur Digitalisierung. Seit 1991 wird der neu begründete Sammlungsschwerpunkt zur Geschichte und Gegenwart der Modefotografie systematisch ausgebaut.

MUSEUM DER ARBEIT (HAMBURG)

Die Fotobestände sind thematisch gegliedert, gesammelt werden vor allem Bestände aus den Bereichen Bildreportage, Bildjournalismus und Industriefotografie. In der Sammlung befinden sich u.a. die Nachlässe von Germin, Janke und Etzold, sowie einige kleinere Bestände. Daneben werden systematische Recherchen zur Industriefotografie in Hamburg von den Anfängen bis zur Gegenwart durchgeführt. Ein Ergebnis ist die im Frühjahr 2003 publizierte CD-ROM "Industrie und Fotografie. Hamburger Arbeitswelt 1863-2002". Aus den Archiven von mehr als 50 Hamburger Unternehmen wurden 2.200 Aufnahmen von 180 Fotograf(inn)en zusammengestellt, die einen Einblick in die Entwicklung der Industrie und des Genres in der Hansestadt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichen. In einem 'Gang durch die Industriefotografie' präsentiert die CD ausgewähltes Bildmaterial zu wichtigen Branchen, Unternehmen, Fotograf(inn)en und Motiven. In der Bilddatenbank sind mit Hilfe zahlreicher Suchoptionen alle Aufnahmen mit ausführlichen Informationen zu den Bildern, den Unternehmen und den Fotograf(inn)en recherchierbar.

Die CD-ROM kann für 19 € (+ Versand) beim Museum der Arbeit bestellt werden (Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg, Tel.: 040 - 428133-0, Fax.: 040 - 428133-330, e-mail:info [at] museum-der-arbeit.de) oder ist im Buchhandel erhältlich.

SPRENGEL MUSEUM (HANNOVER)

1993 wurde im Sprengel Museum Hannover eine Abteilung für Fotografie und Medien eingerichtet. Seit diesem Zeitpunkt werden regelmäßig Erwerbungen für die Sammlung Fotografie und Medien getätigt und langfristig an der Bildung von Werkgruppen internationaler Fotografinnen und Fotografen ab Mitte der 1970er Jahre gearbeitet.1992 wurde die Sammlung Ann und Jürgen Wilde dem Sprengel Museum Hannover als Dauerleihgabe übergeben. Aus der ca. 1500 Originalfotografien umfassenden Privatsammlung wurden Ausstellungen von Albert Renger-Patzsch und Karl Blossfeldt sowie Sammlungspräsentationen mit August Sander, Florence Henri, Friedrich Seidenstücker, Duane Michals und David Hockney ausgerichtet. Seit kurzem befindet sich das vom Land Niedersachsen erworbene Archiv des Fotografen Heinrich Riebesehl in der Sammlung.

MUSEUM FÜR ARCHITEKTURPHOTOGRAPHIE (HOMBROICH)

Das neu gegründete Museum für Architekturphotographie Hombroich (MAPHO) ist weltweit das erste seiner Art . Denn ein eigenes Museum für dieses Genre hat es bis 2006 nicht gegeben. Somit ist die Bedeutung der Architekturphotographie als eigenständiges Bildschaffen zwischen Design und Kunst noch nicht genügend gewürdigt worden. Der auf der Insel Hombroich geplante Mapho-Museumsbau der Architekten Prof. Joachim Schürmann und Valeska Zohm wird sich in den dortigen Kunst- und Kulturraum einfügen und diesen um ein Haus der Photographie ergänzen. Darum kümmert sich zukünftig der Verein zur Förderung und Einrichtung eines Museums für Architekturphotographie.

AGFA PHOTO-HISTORAMA IM MUSEUM LUDWIG (KÖLN)

Das Agfa Photo-Historama besitzt eine der kulturhistorisch bedeutendsten Sammlungen zur Geschichte der Photographie. Ihr Grundstock ist die 1955 erworbene Sammlung Erich Stenger, die schon vor dem zweiten Weltkrieg als eine der größten Privatsammlungen der Welt galt.1955 wurde die Sammlung inklusive der dazugehörigen Spezialbibliothek an Agfa verkauft. Durch Neuerwerbungen, wie die 300 Portraits des Photographen Hugo Erfurt 1969 und über 1000 Kameras aus dem Besitz von Hanns Wendel 1971, konnte der wertvolle Bestand sinnvoll erweitert werden. Mit der Übernahme von ca. 20 000 Aufnahme- und Wiedergabegeräten der gesamten Photoindustrie des 20. Jahrhunderts aus dem Archiv des Agfa Kamerawerks München gelang eine weltweit einzigartige Vervollständigung. Sammlungsschwerpunkte: Photographie des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Photoalben, Mappenwerke und Publikationen des 19. Jahrhunderts mit originalen Photographien; Photo- und Filmgeräte.

RHEINISCHES BILDARCHIV KÖLN

Das Rheinische Bildarchiv ist eine zentrale Einrichtung der Kölner Museen mit der Aufgabe, Kunstwerke und Kulturdenkmäler in Köln photographisch zu dokumentieren und das Bildmaterial durch sinnvolle Erschließung und Bereitstellung von Abzügen öffentlich zugänglich und nutzbar zu machen. Arbeitsschwerpunkt ist die photographische Erfassung der Museumsbestände der Stadt Köln und die Dokumentation der Architekturgeschichte Kölns und des Rheinlandes. Dazu besitzt das Archiv eine umfangreiche Sammlung historischer Aufnahmen.

SK STIFTUNG KULTUR KÖLN

Ausgehend von dem Werk des bedeutenden deutschen Photographen August Sander gilt die Arbeit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Köln der sachlich dokumentarischen und konzeptuell ausgerichteten Photographie. Das Fundament der Sammlung ist das August Sander Archiv. Der Nachlass August Sanders (1876-1964) konnte im Jahre 1992 erworben und danach durch Zukäufe, Schenkungen und Leihgaben kontinuierlich erweitert werden. Weltweit birgt es mit mehr als 4.500 Originalabzügen und rund 11.000 Glasnegativen den grössten Bestand zum Werk von August Sander. Neben der umfangreichen Korrespondenz und der Bibliothek des Photographen befinden sich auch technisches Gerät und Mobiliar aus dessen Atelier und Wohnraum in der Sammlung.

1993 erweiterte die SK Stiftung Kultur ihren Bestand mit dem Ankauf der Sammlung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh), die rund 1.700 Aufnahmen verschiedener international anerkannter Photographinnen und Photographen umfasst. Die Sammlung vermittelt ein Bild der künstlerischen, aber auch der naturwissenschaftlichen, technisch und journalistisch orientierten Photographie vornehmlich in Deutschland. Sie beinhaltet zahlreiche Werke von August Sander sowie Arbeiten weiterer bekannter Photographen wie Hugo Erfurth, Karl Hugo Schmölz, Willi Moegle, Otto Steinert, Albert Renger-Patzsch und Henri Cartier-Bresson.

CANDIDA HÖFER STIFTUNG (KÖLN)

Die Candida Höfer-Stiftung wurde 2004 von Candida Höfer und Dr. Herbert Burkert mit Sitz in Köln gegründet. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst, insbesondere Fotokunst, sowie von Wissenschaft und Forschung zur Bewahrung, Pflege, Erweiterung und Vermittlung der öffentlichen Zugänglichkeit der künstlerischen Arbeiten von Candida Höfer. Ab Herbst 2010 werden Besucher begrüßt. Das Archiv verfügt über ein Archiv und eine Bibliothek, die nach Absprache zugänglich sind.

FORUM FÜR FOTOGRAFIE (KÖLN)

Das Forum für Fotografie wurde 2003 als unabhängige Fotoinstitution von Norbert Moos und Thomas Zander begründet. Es dient als Ort für Ausstellungen, Vorträge und Seminare. Der großzügige Neubau an der Schönhauserstraße in Köln-Bayenthal wurde speziell für die Anforderungen von Fotoausstellungen konzipiert. Ziel des Forums ist es, eigenständige, auch abseits des Kunstbetriebs stattfindende Entwicklungen der Fotografie aufzuspüren und in Ausstellungen zu präsentieren, wobei soziale und historische Befindlichkeiten den Schwerpunkt bilden.

FOTOMUSEUM LEIPZIG

Das Museum geht auf die Initiative des Gründers Peter Langner, Photograph und Kamerahistoriker, zurück. Peter Langner organisierte große Ausstellungen zur Geschichte der Photographie, 1983 in Leipzig, 1989 in Berlin und Paris, die ihn ermutigten in Leipzig ein eigenes Museum zur Photographie zu gründen, das mittlerweile durch einen Förderverein sowie öffentlich und private Sponsoren unterstützt wird.

Schwerpunkt der Sammlung bilden heute etwa 600 historische Kameras, Zubehör und historische Photographien sowie Ausstellungen von zeitgenössischen Photographen und historischen Photographien.

EVELYN RICHTER ARCHIV LEIPZIG

Im Sommer 2009 erwarb die Ostdeutsche Sparkassenstiftung das Hauptwerk von Evelyn Richter. Dies bildet den Grundstock für das Evelyn Richter Archiv, ein Kooperationsprojekt von Ostdeutscher Sparkassenstiftung und Museum der bildenden Künste Leipzig. Da Richter über Jahrzehnte kontinuierlich in Serien gearbeitet hat, lassen sich anhand der über 730 Fotografien des Archivs ihr fotografisches Schaffen und künstlerisches Anliegen nachvollziehen. Die Arbeit des Archivs wird durch die grundlegenden musealen Aufgaben Bewahren, Erforschen und Vermitteln bestimmt und ist in der jetzigen Aufbau- und Konstitutionsphase nur bedingt der Öffentlichkeit zugänglich. Gemeinsam mit Evelyn Richter wird zugleich die in den 1990er Jahren von der Künstlerin begonnene und bislang unabgeschlossene Werksichtung und -systematisierung fortgesetzt. In Zusammenarbeit mit der Fotografin wird das Archiv in den nächsten Jahren um Dokumente, Bücher und Fotografien erweitert.

REISS-ENGELHORN-MUSEEN (MANNHEIM)

Das Museum beherbergt Menschenbilder aus der Photosammlung Helmut Gernsheim (1913 - 1995). Dieser gilt als Wegbereiter einer neuen Ausrichtung der Kunstwissenschaft, indem er sehr früh die Fotografie als autonomes künstlerisches Medium erkannte und sich mit großer Kennerschaft ihrer wissenschaftlichen Erforschung widmete. Anfang 2002 haben die Reiss-Engelhorn-Museen den zeitgenössischen Teil der Gernsheim- Fotosammlung sowie seine eigenen Photos erhalten, dazu den gesamten Nachlass sowie seine umfangreiche Bibliothek. Dieses Material bildet den Grundstock der neu eingerichteten fotografischen Abteilung, die der internationalen Forschung zur Fotogeschichte dient und in ständig wechselnden Ausstellungen das Werk von Helmut Gernsheim als Fotohistoriker, Sammler und Fotograf würdigen wird.

BILDARCHIV DES HERDERINSTITUTS (MARBURG)

Das Bildarchiv sammelt und bearbeitet Bilddokumente aller Art über Ostmitteleuropa. Der Schwerpunkt liegt auf kunst- und kulturhistorischen Aufnahmen. Thematisch umfassen die Bestände Ansichten und Übersichten städtischer und ländlicher Siedlungen und Landschaften, Dokumentationen öffentlicher und privater Bauwerke mitsamt ihres Inventars. Gesammelt werden außerdem Porträts von Persönlichkeiten sowie Darstellungen historischer, fest- und alltäglicher Ereignisse.

Der Bestand umfasst derzeit ca. 500.000 Bilddokumente. Darunter befinden sich photographische Materialien aller Art sowie kleinere Bestände an Druckgraphik und Zeichnungen (Pläne, Bauaufnahmen, Entwürfe, topographische Ansichten). Der größte Teil der Bildträger stammt aus der Zeit vor 1945. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt der Sammlungen auf den historischen deutschen Ostgebieten und den deutschen Siedlungsgebieten in Ostmitteleuropa.

DAS MARBURGER LICHTBILDARCHIV (LBA)

Das Marburger Lichtbildarchiv ist die weltweit größte Sammlung von Photographien mittelalterlicher Urkunden im Format 1:1. Ende der 20er Jahre von dem Marburger Historiker Edmund E. Stengel gegründet, verfügt es über eine Sammlung von ca. 16 000 Urkunden in etwa 45 000 Abbildungen. Die Originale liegen in den Archiven ganz Europas. So können bestimmte, für die Urkundenforschung zentrale Fragestellung ohne erheblichen Aufwand im Marburger Lichtbildarchiv, das das verstreute Material sammelt und somit zusammenführt, bearbeitet werden. Inhalt des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projektes war es, sowohl die Abbildungen als auch die entsprechenden Findmittel, die beide bisher lediglich in herkömmlicher Form vorlagen, zu digitalisieren, in eine Datenbank einzuspeisen und so weltweit verfügbar zu machen.

Dabei handelt es sich um einen historischen Datenbestand, der einstweilen noch nicht aktualisiert werden konnte, so daß jüngere Entwicklungen wie etwa die geänderten Signaturen vieler in Bayern verwahrter Urkunden oder neuere Editionen noch nicht nachgetragen werden konnten. Suchen nach Aussteller, Empfänger, verwahrendem Archiv, Druck oder Regest, Ausstellungsort sowie weiteren Kriterien sind möglich. Über einen personalisierten Zugang können Arbeitsmappen für Forschungsprojekte, Vorträge oder die Lehre angelegt und verwaltet werden.

Kontakt: Philipps-Universität Marburg, Institut für Mittelalterliche Geschichte und geschichtliche Landeskunde, Wilhelm-Röpke-Str. 6C, Sprecher des Fachgebietes: Prof. Dr. Andreas Meyer, Tel. +49 (0)6421 28-24554, Fax +49 (0)6421 28-24555, e-mail: mag [at] staff.uni-marburg.de

BILDARCHIV FOTO MARBURG

MUSEUM ABTEIBERG (MÖNCHENGLADBACH)

Das Museum besitzt eine Sammlung internationaler Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Dazu zählt u.a. eine umfassende photographische Sammlung von Man Ray.

DAS BILDARCHIV DER BAYERISCHEN STAATSBIBLIOTHEK (MÜNCHEN)

Die insgesamt über 1,4 Millionen Einheiten umfassende Sammlung des Bildarchivs ist durch interne Verzeichnisse erschlossen, ein kleiner Teil davon ist online digital abrufbar. Neben einer Porträt- und Ansichtensammlung finden sich hier vor allem die Photoarchive Heinrich Hoffmann (68825 Bilder), Georg Fruhstorfer, Bernhard Johannes (1033 Bilder) und Felicitas Timpe (2605 Bilder derzeit; die beiden letzteren sind noch nicht vollständig digitalisiert). Sie umfassen Münchner Ereignisse der 40er/50er Jahre, die NSDAP in der Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Zweiten Weltkrieg und die ersten Jahre der Nachkriegszeit, Kriegszerstörungen und Wiederaufbau in München, Gebäude, Orte und Landschaften im Werdenfelser Land und in Tirol sowie das wissenschaftliche, kulturelle und öffentliche Leben Münchens in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Auf der Rechercheseite lassen sich, neben kryptischen Angaben (wie "Klassifikation: null"?!), genauere Suchanweisungen abrufen.

DEUTSCHES MUSEUM MÜNCHEN, DAUERAUSSTELLUNG FOTO + FILM

Die Präsentation mit dem Untertitel "Von Daguerre bis DVD" ist seit Mai 2007 geöffnet. Sie zeigt die Entwicklung der Foto- und Filmtechnik von ihren Anfängen bis heute: Rund 600 Exponate auf einer Ausstellungsfläche von 560 Quadratmetern dokumentieren die 100 Jahre alten Sammlung. Auf der Website werden beispielhafte Bilddokumente wie die Fotografie der "Miss Atomic Bomb" von 1957 gezeigt und mit weiterführenden Informationen versehen.

MÜNCHNER STADTMUSEUM / SAMMLUNG FOTOGRAFIE

Mit einem Sammlungsbestand von weit über 500.000 Fotografien, Kameras und fototechnischen Apparaturen zählt das 1963 eröffnete Fotomuseum zu den führenden fotografischen Sammlungen in Europa. Der Schwerpunkt des Fotografiebestands liegt im Zeitraum bis 1918. Mit dem Ankauf der Sammlung des 1933 emigrierten Fotografen Josef Breitenbach kamen über 600 Originalabzüge international bekannter Fotografen und Fotografinnen wie David Octavius Hill, Julia Margaret Cameron, Roger Fenton, Robert Capa, Berenice Abbott und Alfred Eisenstaedt, darüber hinaus zahlreiche Daguerreotypien, Ambrotypien, Visit- und Cabinetkarten, Stereobilder, Fotobildkarten und Fotoalben in das Museum und bilden das Herzstück der heutigen Bildbestände. Eine weitere wichtige Ergänzung erfuhr die Sammlung durch den Ankauf der über 1.000 Objekte umfassenden Sammlung Uwe Scheid zur Geschichte der Fotografie im 19. Jahrhundert. Im Jahr 2000 konnte darüber hinaus der über 1.100 Vintageprints, Negative sowie eine Reihe von relevanten Unterlagen des Fotografen Herbert List erworben werden. Die Sammlung des Museums umfasst umfangreiche Bildkonvolute und Archive von Joseph Albert, Elias und Helene van Bommel, Josef Breitenbach, Rudi Dix, Hubs Flöter, Hermann Frobenius, Wilhelm von Gloeden, Franz Grainer, Franz Hanfstaengl, Hermann Harz, Walter Hege, Jakob und Theodor Hilsdorf, Thomas Höpker, Georg Hutfließ, Jo von Kalckreuth, Peter Keetman, Philip Kester, Helmut Lederer, Albert Léon, Alois Löcherer, Barbara Lüdecke, Stefan Moses, Regina Relang, Konrad Ressler, Erich Retzlaff, August Sander, Tony Schneiders, Hans Schreiner, Frank Eugene Smith, Giorgio Sommer, Ingeborg Wollenzien, Fa. Steinheil und Fritz Witzel.

PINAKOTHEK DER MODERNE / SIEMENS ARTS PROGRAM MÜNCHEN

Siemens-Sammlung für die Pinakothek: Die Pinakothek der Moderne in München erhält die Fotosammlung des Siemens Arts Program unbefristet als Leihgabe. Die Kollektion umfaßt mehr als 850 Werke von sechzig Fotografen, u. a. Arbeiten von Sigmar Polke, Richard Prince, Louise Lawler und Christian Boltanski.

PHOTOTHEK DES ZENTRALINSTITUTS FÜR KUNSTGESCHICHTE (MÜNCHEN)

Die Photothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte ist eine Studiensammlung. Sie ist Interessierten während der Öffnungszeiten zugänglich. Die Photos sind im Freihandsystem einzusehen. Der Bestand umfasst zur Zeit ca. 650.000 schwarz-weiß Photos, teilweise Originalabzüge. Schwerpunkte der Sammlung sind: Topographie Deutschlands, Deutsche Barockarchitektur, Süddeutsche Barock- und Rokokomalerei, Kathedralbaukunst Deutschlands und Frankreichs, Malerei der Gotik, Mittelalterliches Kunstgewerbe und Buchmalerei. Das Farbdia-Archiv zur deutschen Wand- und Deckenmalerei von der Gotik bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts umfasst fast 40.000 Dias, die zwischen 1943 und 1945 aufgenommen wurden. Die Initiative zu dieser Aufnahme-Kampagne geht auf Adolf Hitler zurück, der 1943 veranlasste, bedeutende Bauwerke und deren wandfeste Ausstattung, die durch Bombenangriffe der Alliierten gefährdet waren, farbig zu dokumentieren. In den Jahren 2001-2003 wurde von der Photothek des ZI gemeinsam mit dem Bildarchiv Foto Marburg die Digitalisierung des Bestandes vorgenommen. Noch im Jahr 2004 wird das gesamte Material über eine Datenbank erschlossen und im Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

STAATLICHE GRAPHISCHE SAMMLUNG (MÜNCHEN)

Die Staatliche Graphische Sammlung München besitzt einen historischen Bestand fotografischer Porträts, der über 2500 Originalabzüge, Fotogravüren, Lichtdrucke und Autotypien deutscher, vornehmlich bayerischer, aber auch anderer europäischer Fotografen und Verlage umfasst. Bereits 1854 unter Direktor Robert Brulliot widmete die Königliche Graphische Sammlung ihre Aufmerksamkeit der Fotografie als einem innovativen Medium der kunstwissenschaftlichen Reproduktion. Porträtfotografien, die 1868 aus dem Nachlass König Ludwigs I. von Bayern in die Sammlung eingingen, bildeten den Grundstock für die Kollektion fotografischer Porträts, die in den 1930er Jahren unter dem damaligen Direktor Otto Weigmann ausgebaut und bis in die Nachkriegszeit ergänzt wurde.

Das Profil der Sammlung wird bestimmt durch Persönlichkeiten, die für die Geschichte Münchens und Bayerns prägend waren. Mit Kalotypien von Alois Löcherer und Friedrich Carl Vogel, Visit- und Cabinetkarten aus den Ateliers von Joseph Albert, Franz Seraph Hanfstaengl, Franz Neumayer u. a. liegt ein Schwerpunkt in der Frühzeit der Fotografie. Die Porträtfotografie um die Jahrhundertwende ist mit Werken von Frank Eugene Smith und des Hofateliers Elvira vertreten. Verhältnismäßig umfangreich ist der Bestand an Originalabzügen (Vintage Prints) aus dem Atelier Theodor Hilsdorf. Für die 1920er und 1930er Jahre stehen Bildkonvolute führender deutscher Presse- und Fachfotografen wie Joseph Paul Böhm oder Heinrich Hoffmann und Porträtfotografinnen wie Friederike Mugg Schmitt Breuninger, aber auch zahlreiche Fotografien aus Bildagenturen.

Werke aus der alphabetisch nach den Namen der Dargestellten katalogisierten Sammlung fotografischer Porträts können während der Öffnungszeiten im Studiensaal eingesehen werden.

THE WALTHER COLLECTION (NEU-ULM)

Die Walther Collection ist eine internationale Kunstsammlung, die sich auf das Sammeln und Ausstellen zeitgenössischer Fotografie und Videokunst konzentriert. In umfassenden Ausstellungen und Publikationen präsentiert sie Arbeiten von Künstlern - schwerpunktmäßig aus Afrika und Asien -, die wesentlich zur Geschichte der Fotografie, ihrem Verständnis und Bildbegriff beitragen. Darüber hinaus sammelt die Walther Collection ausgesuchte Beispiele moderner und zeitgenössischer Fotografie aus Europa und Amerika. Die Ausstellungen und Programme der Walther Collection werden durch die Walther Familiy Foundation, eine in den USA eingetragene gemeinnützige Stiftung getragen.

ARCHIV DES BUNDESVERBANDES ARBEITERFOTOGRAFIE IM PADERBORNER ARCHIV DER ARBEITERBEWEGUNG

Das Paderborner Archiv zur Geschichte der Arbeiterbewegung besteht seit ca. 25 Jahren. Es umfasst ca. 5.000 Bücher, über 20 Zeitschriften seit 1834, Flugblätter seit etwa 1917, Broschüren seit ca. 1860, Plakate, Grafiken, Videos, Filme und Tonträger sowie ca. 10.000 Photographien, darunter unter 1.000 aus der Zeit vor 1945, z.B. 3 Dutzend Glasnegative eines Berliner Arbeiterphotographen vor 1933. Seit 1998 ist das Bundesarchiv der Arbeiterfotografie e.V. hier deponiert. 29 Umzugskartons umfassen ca. 10 Meter Akten und Drucksachen; eine vorläufige Ordnung und Katalogisierung sind in Arbeit.

DEUTSCHES KAMERAMUSEUM (PLECH)

Der Redakteur und Sammler Kurt Tauber eröffnete 2012 das Deutsche Kameramuseum in der Nähe von Bayreuth. Zu sehen sind 1000 Foto- und Filmkameras aus dem 19. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre; auch ein vollständiger Fotoladen aus der Zeit vor dem digitalen Bild wurde nachgebaut.

INDUSTRIE- UND FILMMUSEUM (WOLFEN)

Das Industrie- und Filmmuseum Wolfen steht für die traditionsreiche Geschichte der einst zweitgrößten Rohfilmfabrik der Welt. Das Museum ist weltweit die einzige Einrichtung, die am Originalstandort mit Originalmaschinen die Produktion von Rohfilm (Foto- und Kinefilm, Schwarz/Weiss und Farbe) dokumentiert. Den Besucher des Industrie- und Filmmuseums Wolfen erwartet ein interessanter Einblick in die Produktionsbedingungen eines der wenigen noch erhaltenen Gebäude aus der Gründungszeit der Filmfabrik Wolfen. Die Begießerei I vermittelt mit ihren weiß gefliesten Räumen zum Aufschmelzen der Emulsion, den gewaltigen Begießmaschinen aus den 30er und 50er Jahren sowie den großen dunklen Gängen zum Transportieren der mit Emulsion begossenen Unterlage einen eigenwilligen Hauch von Industrieromantik.

In dem heutigen Museumsgebäude wurde Photographie- und Filmgeschichte geschrieben: Die Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation (AGFA), seit 1873 unter dieser Bezeichnung in Berlin künstliche Farben und ab 1887 Fotochemikalien produzierend, errichtete im Jahre 1909 den noch heute teilweise erhaltenen Gebäudekomplex. Ursprünglich als reine Kinofilmproduktionsstätte geplant, erweiterte sich die Produktionspalette auf Photo-, Röntgen-, Flieger- bis hin zu Schmalfilm. An der zu besichtigenden Begießmaschine gossen die Filmwerker 1936 den ersten universell einsetzbaren Mehrschichtenfarbfilm der Welt. Im Jahre 1941 gelangte der erste Farbfilm aus Wolfener Material in Deutschlands Kinos zur Aufführung: "Frauen sind doch bessere Diplomaten". Seit 1964 wurden die fotografischen Aufnahmematerialien unter den Namen ORWO (ORiginal WOlfen) vertrieben.

Die größte öffentlich zugängliche Sammlung Sachsen-Anhalts zeigt mit über 600 Photoapparaten einen Querschnitt vorwiegend deutscher Kameraproduktion.

INSTITUT HEIDERSBERGER (WOLFSBURG)

Das 2002, noch zu Lebzeiten von Heinrich Heidersberger (1906-2006) gegründete Institut dient der Sicherung, Aufarbeitung und Vermittlung von freien und angewandten Arbeiten des Fotografen.