Tagungen & Vorträge (2006-2012)

Zurückliegende Tagungen und Vorträge finden Sie in unserem Archiv.

Aktuell

8. November 2013
Göttingen, Georg-August-Universität Göttingen, Kunstgeschichtliches Seminar und Kunstsammlung

Fiorillo: Künstler Kurator Kunsthistoriker

Studientag zur Einrichtung des Lehrstuhls für Kunstgeschichte vor 200 Jahren

Mit der Ernennung Johann Dominicus Fiorillos zum Ordinarius etablierte die Universität Göttingen 1813 einen Lehrstuhl für Kunstgeschichte. Schon seit 1799 war Fiorillo der erste Professor für das Fach Kunstgeschichte, wie es sich im modernen Fächerkanon herausbilden sollte. Aus Anlass des 200jährigen Bestehens des Lehrstuhls soll der Studientag neue Perspektiven auf Fiorillos Tätigkeit als Künstler, Kurator und Kunsthistoriker eröffnen. 1781 kam Fiorillo als Universitäts-Zeichenlehrer nach Göttingen. 1784 wurde er Aufseher des Kupferstichkabinetts, inventarisierte die Handzeichnungen, Kupferstiche und Radierungen und erweiterte die Sammlung durch eigene Ankäufe. Seinem Wirken als Kurator widmet sich derzeit eine Sonderausstellung in der Kunstsammlung der Universität Göttingen. Als Verfasser der ersten umfassenden deutschsprachigen Malereigeschichte am Beginn der Moderne und als großer Anreger der Frühromantiker Wilhelm Heinrich Wackenroder und Ludwig Tieck verdient Fiorillo unsere Aufmerksamkeit. Der Zusammenhang seines kuratorischen und kunsthistorischen Wirkens im Kontext der intellektuellen Umbruchszeit um 1800 rückt nun erstmals in den Fokus.
Kontakt:
Christine Hübner, Dipl. Kulturwirtin
chuebne@gwdg.de
Tel.: 0551-39-5090

 

 

14. bis 15. Juni 2012, London, The Warburg Institute

Warburg, Benjamin and Kulturwissenschaft
A conference organised by Claudia Wedepohl and Peter Mack

In continental Europe the intellectual legacy of Aby Warburg is
currently a major topic of debate. Several eminent German art
historians have announced that the completion of the edition of
Warburg’s writings is now a national priority. As the holder of
Warburg’s papers the Warburg Institute is actively involved in editing
Warburg’s writings. Walter Benjamin was almost a generation younger,
but his legacy, in contrast, has been much more widely discussed. The
comparative cultural historical method Warburg and Benjamin introduced
independently offers ample ground for comparison, as scholars have
shown in recent years. By looking at historical periods with a similar
transitional character, Warburg and Benjamin developed radically new
ways of perceiving and presenting the historical changes they observed.
Above all they were both interested in human psychology as a
constitutional factor for the phenomenon called ‘culture’. The
terminology they developed through intuition is based on similar ideas,
and has indeed become part of the language of the discipline of
cultural history.

The aim of this conference to explore the parallels between two eminent
theoretical thinkers and to inspire a new attention to Warburg’s
writings in the UK.

 

Ab 19. April 2012, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Vortragsreihe: "Wissenschaft in der Kunst"

Die zwischen Wissenschaft und Kunst bestehenden Unterschiede lassen
sich mühelos zu Gegensätzen erklären. Der Ernst, die Strenge und die
Trockenheit wissenschaftlicher Bemühungen stehen seit der Antike in
sprichwörtlicher Opposition zur Leichtigkeit, Großzügigkeit und
Heiterkeit der Kunst. Dennoch gibt es tragende historische, kulturelle
und sogar methodologische Gemeinsamkeiten, die es rechtfertigen, von
einer produktiven Wirkungseinheit zu sprechen.

In der Akademievorlesungsreihe des Sommersemesters im Rahmen des
Jahresthemas "ArteFakte. Wissen ist Kunst - Kunst ist Wissen" der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften geht es um eine
Gesamteinschätzung des Themas: Von den Anfängen der Kunst in der
Frühgeschichte der Menschheit, über die unter ihrem Einfluss
entstandenen Wissenschaften der Antike und die Entdeckung ihrer
handwerklich-technischen Gemeinsamkeiten in der Renaissance soll die
Entwicklung bis in die Gegenwart nachgezeichnet werden. In diesem
historischen Längsschnitt entsteht so ein Eindruck von der produktiven
Wechselbeziehung zwischen Wissenschaft und Kunst.
PROGRAMM

 

19. April 2012, Köln, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Stiftersaal
Vortragsveranstaltung: Aby Warburgs Pathosformel. Zur Genealogie eines Begriffs

Programm

 

17. bis 18. Februar 2012, Berlin, Technische Universität
Transnationale Museumsgeschichte 1750-1940

Musentempel, Erinnerungsort, Stätte der Geschmacks- und Wissensvermittlung: Die Funktionen des Museums sind vielfältig, und je nach Museumstyp und disziplinärer Ausrichtung werden unterschiedliche Akzente gesetzt, wenn es darum geht, diese zu definieren. Dass die Institution maßgeblicher Schauplatz nationaler Identitätsbildung gewesen sei, ist dabei ein stets wiederkehrendes, erst in jüngsten Forschungen kritisch diskutiertes Argument.
Das Bestreben, die Institution Museum nicht länger in Abhängigkeit ihres jeweiligen nationalen Kontexts zu analysieren, macht sich die Tagung zu Eigen. Sie lädt dazu ein, über Aufgaben von (Kunst-) Museen, über museale Praktiken sowie über die Wahrnehmung der Museumskultur in- und außerhalb Europas aus transnationaler Perspektive nachzudenken. Welche Ordnungs- oder Hängungmodelle aus dem Ausland importierten Museumsvertreter um die eigene Sammlung zu profilieren? Können internationale Netzwerke, auf die sich Museumsdirektoren und –kuratoren stützten, rekonstruiert werden? Welche Bedeutung kommt Kommissionen zu, die den Auftrag hatten den Museumsbetrieb jenseits der Grenze auszukundschaften? Hatte ein international inspirierter Kunstgeschmack Einfluss auf die architektonische Gestaltung des musealen Raums und die Zusammensetzungen von Sammlungen? Das Museum als Produkt grenzüberschreitender Austausch- und Transferprozesse von circa 1750 bis 1940 steht im Mittelpunkt der Tagung.

 

16. bis 17. Februar 2012, Universität Zürich, Kunsthistorisches Institut und Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA), Zürich

Grundlagen der Kunstgeschichte in der Schweiz. Von Rahn bis Wölfflin

Die zweitägige internationale Tagung ist zwei Gründerfiguren der Kunstgeschichte in der Schweiz gewidmet, die beide an der Universität Zürich tätig waren. Johann Rudolf Rahn (1841–1912) und Heinrich Wölfflin (1864–1945) waren das Fach prägende Kunsthistoriker mit zwar verschiedenen, aber sich auch ergänzenden Ansätzen, die beide im internationalen Vergleich eine bedeutende Wirkung entfalteten. Die Tagung versteht sich als Beitrag zu einem längerfristigen Projekt, die Geschichte der Kunstgeschichte und ihrer Institutionen in der Schweiz im europäischen Kontext umfassend darzulegen und damit ein Desiderat des Faches aufzunehmen.

 

27. bis 29. Oktober 2011,Paris, Institut National d'Histoire de l'art
La réception des Vite de Giorgio Vasari en Europe?

À l’occasion du cinq centième anniversaire de la naissance de Giorgio Vasari, on se propose d’étudier la réception et la fortune critique en Europe des Vite de’ più eccellenti pittori, scultori e architettori, de la seconde moitié du XVIe siècle jusqu’au XVIIIe siècle. Il s’agira d’étudier l’avènement de l’historiographie artistique postérieure à la première, puis à la seconde édition des Vite. Comment la démarche de Vasari fut-elle accueillie ? Quels auteurs s’en sont inspirés et dans quels buts ? Pourquoi et comment cette démarche a-t-elle été contestée ultérieurement, puis, parfois, intégrée selon les pays et les contextes ?
Ce colloque international, organisé par Pascale Dubus (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne) et Corinne Lucas-Fiorato (Université Paris 3 Sorbonne-Nouvelle, CIRRI/LECEMO) se déroulera à l’Institut National d’Histoire de l’Art, 6 rue des Petits Champs 75002 Paris, salle Vasari, de 9h30 à 18h30.

 

7. Oktober 2011,München, Institut für Kunstgeschichte
Warburg und die Wissenschaft um 1900

"Denk-Bilder. Warburg und die Wissenschaft um 1900"
Kolloquium der Herausgebergruppe: Aby Warburg - Gesammte Schriften am Institut für Kunstgeschichte
Institut für Kunstgeschichte, Zentnerstr. 31, 80798 München

 

21. bis 23. Juli 2011, Universität Siegen, Lehrstuhl für Kunstgeschichte
Teilhabe am Schönen. Kunstgeschichte und Volksbildung zwischen Kaiserreich und Diktatur
Programm siehe Link


15. Juli 2011, 18 Uhr, München
Workshop zur Geschichte der Kunstgeschichte
Erwin Panofsky - Anlässlich der abgeschlossenen Edition seiner Korrespondenz
Vortragssaal 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München


31. Mai 2011, Paris, Centre Allemand d’Histoire de l’Art
L'image pense - Warburg, Cassirer et Panofsky
Image et langage chez Aby Warburg, Ernst Cassirer et Erwin Panofsky
Journées de recherche organisées par le Centre Allemand d’Histoire de l’Art de Paris et les groupes de contact FRS - FNRS «Esthétique et philosophie de l’art» et «Historiographie et épistémologie de l’histoire de l’art» (Belgique). Avec le soutien du pôle de recherche eikones Bildkritik (Bâle, Suisse).
Ces deux journées ont pour ambition d’aborder, de façon frontale et peut - être polémique, la possibilité d’une pensée de l’image, au
double sens du génitif objectif et subjectif. Selon quelles modalités
faut - il aborder l’image (notamment d’art) et son mode spécifique de signification ? Comment dégager ses éléments les plus signifiants et est-il possible de les «traduire» en un discours ? Comment envisager le type de pensée propre à l’image ? Ces questions d’une portée philosophique générale seront abordées sous le filtre des théories et des pratiques d’Aby Warburg, d’Ernst Cassirer et d’Erwin Panofsky. Parce qu’il est devenu coutume d’opposer Warburg à Panofsky et d’ancrer la pratique iconologique de ce dernier dans le sillage néo - kantien de Cassirer, le choix a été fait de porter l’accent sur la constellation qu’ils forment et qui les rassemble autour du problème du sens de l’image et de la spécificité de la pensée qui y est à l’oeuvre.
www.dtforum.org


19. - 20. Mai 2011, Bordeaux, CAPC musée d'art contemporain
Survivance d’Aby Warburg
Sens et destin d’une iconologie critique / Aby Warburg’s Survivance
Meaning and Destiny of a Critical Iconology
Colloque international
Second volet : Motifs warburgiens
Sous la direction de Sabine Forero Mendoza et Bertrand Prévost / Directed by Sabine Forero Mendoza and Bertrand Prévost
Organisé par :
L'université Michel-de-Montaigne Bordeaux 3.
En collaboration avec l'Institut National d'Histoire de l'Art, Paris ; le CAPC, Bordeaux ; l'Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales,
Paris;  Centre Allemand d'Histoire de l'art, Paris ; le centre de recherches CLARE.
Avec l'aide du Service culturel de l'université  Michel-de-Montaigne, Bordeaux 3.
This second part will try to measure the extraordinary heuristic value held by Warburg’s thinking. What echo do his purposes have beyond his writings? What about its future and, in a more pragmatic way, how to use his intuitions? As a matter of fact, the Science of Images introduced by Warburg reaches -no less important the invention of new objects and motifs.
It is convenient to look to the pieces that Warburg himself has created (the Greyness, the Nymph…), but, expanding his way of seeing things, we can also propose other subjects. In this case, we will apply to Warburg’s work the same treatment he used with images, suggesting hybridizations, transformations and displacements, cuttings and fixtures. The relationship between Warburg’s thinking and the Cinema is still being questioned.
We can also open a window on the interpretative perspectives that his method suggests on Photography and Computing. What about its use in Anthropology and the Studies of non-western cultures? Far from all disciplinary tendencies, we will ask about the impact of a very original Interpretation of images and a new approach of the History of Culture.

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