Frank Howard (1805-1866)

Biografische Skizze

*1805 in London; † 29./30.6.1866 in Liverpool
Historienmaler, Genremaler, Bildnismaler, Lithograph; Kunstschriftsteller; Zeichner; Kunstlehrer

H. wuchs als Sohn des Malers Henry H. in London auf. Er zeigte schon früh Interesse an Kunst und wurde Schüler seines Vaters, sowie an der Royal Academy. Seine berufliche Karriere begann er als Assistent in der Werkstatt von Sir T. Lawrence. Als Lawrence 1830 starb, begann er kleine Portraits zu malen und Designs für Gold- und Silberarbeiten zu entwerfen. Von 1825 bis 1833 stellte er regelmäßig in der Royal Academy Werke mit biblischen oder poetischen Themen aus; danach stellte er noch 1839, 1842 und 1847 weitere Werke aus. Um 1842 zog er nach Liverpool, wo er weder beruflichen noch finanziellen Erfolg hatte und mit schlecht bezahlten Theaterkritiken dazuverdienen mußte. 1843 gewann er einen Sonderpreis beim Westminster Hall Wettbewerb mit dem Dekorationsentwurf "Una Coming to Seek the Assistance of Gloria" für The Houses of Parliament. Er starb verarmt in Liverpool.


Biographische Links

Wikipedia

F. Howard war nicht nur Künstler, sondern auch Kunstschriftsteller. Er publizierte u.a. verschiedene Werke über Methoden der Malerei. Zwischen 1827 und 1833 veröffentlichte er in fünf Bänden Zeichnungen zu Dramen von Shakespeare unter dem Titel The Spirit of Plays of Shakespeare. In seinem 1837 veröffentlichten Werk The Sketcher’s Manual; or the whole Art of Picture Making Reduced to the Simplest Principles befaßt er sich mit wirkungsästhetischen Anleitungen zur Bildkomposition für Kunststudenten, jedoch nicht mit Maltechniken. Die Schwerpunkte dieses Werkes sind Gewichtung der Massen und Hell-Dunkel-Kompositionen auf dem Bildträger. Von diesem Werk erschienen sieben Auflagen. Sein nächstes Buch Colour, as a means of art: being an adaptation of the experience of professors to the practice of amateurs befaßt sich hauptsächlich mit Farbkomposition. Diesen Werken folgten weitere Kunstbücher; 1839 The Science of Drawing und 1840 Imitative Art. Ein Jahr nach dem Tod seines Vaters veröffentlichte er dessen Vorlesungen über Malerei A Course of Lectures on Painting (1848) in zwei Bänden. Diesem Werk fügte er eine Denkschrift für seinen Vater hinzu. Howards Kunstbücher entstanden zur gleichen Zeit wie auch John Burnets Einführungen in die Malerei. Beide stammten aus dem Umfeld von Sir Thomas Lawrence, dem Präsidenten der Royal Academy, dem sie auch jeweils ein Werk widmeten. (B.M.)

Weiterführende Literatur

Editorische Angaben

 

 

 

 

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