Der Getty Provenance Index®

In den Getty Provenance Index® Datenbanken wurden die beiden in Berlin und Heidelberg erstellten Projektkomponenten – Bibliographie und Digitalisate – zusammengeführt und ausgebaut. Gezielte Suchanfragen sind auf zweierlei Art möglich:

  • in der Sale Descriptions Datenbank, die bibliographische Information zu etwa 3.000 Katalogen sowie die Standorte handannotierter Exemplare enthalten. Die Suchergebnisse bringen den Benutzer direkt zu den Sale Contents, welche die einzelnen Kunstwerke in jeder Auktion beschreiben.
  • in der Sale Contents Datenbank, die mehr als 250.000 Datensätze aus ca. 1.800 Katalogen zu den im deutschsprachigen Raum versteigerten Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen enthalten. Die Suchergebnisse sind verlinkt mit der bibliographischen Information zum entsprechenden Katalog in der Sale Descriptions Datenbank.

Dafür wurden die Heidelberger Volltexte mithilfe automatischer Syntaxanalyse in spezifische Datenfelder für Künstlernamen, Werktitel, Maße, Material, etc. eingelesen und anschließend von Mitarbeitern des Getty Research Institutes manuell editiert. Um bessere Suchergebnisse zu gewährleisten wurde zudem jeder Künstlername aus dem Auktionskatalog mit einer Normdatei verknüpft, jeder Werktitel in allgemeine Themen- und Genrekategorien eingeordnet. Die Datensätze im Provenance Index sind oft auch mit Zusatzinformation wie Schätz-, Ausruf- und Verkaufspreisen versehen, die aus publizierten Quellen wie der Internationalen Sammler-Zeitung, Weltkunst oder Pantheon stammen. Einlieferer- und Käufernamen sollen noch sukzessive aus handschriftlichen Annotationen diverser Katalogexemplare sowie anderen wichtigen Archivmaterialen eingetragen werden. Besonders praktisch für den Nutzer ist, dass jeder Datensatz im Provenance Index permanent mit dem entsprechenden Digitalisat auf der Heidelberger Website verlinkt ist.