Auktionshäuser in Zürich

A. Müller-Fontana

Neumarkt 13; Versteigerung im Zunfthaus zur Meise
1934 erschien ein illustrierter Auktionskatalog mit Kunstobjekten gemeinsam mit A. Vogel, Genf.

 

August Laube

Talackerstr. 29
Gegr.: 1922 1933-1941: Laube war an vier illustrierten Auktionskatalogen (Nr. 12, 37, 45, 61) von William S. Kundig, Genf, mit Graphik und Büchern beteiligt.

 

Dr. Hans Nussbaum Münzenhandlung

Bahnhofstr. 32
1934 erschien ein Münzauktionskatalog.

 

Dr. Störi, Kunstsalon

Bahnhofstr 31; Bahnhofstr. 67 (1931); Versteigerungen im Orell-Füssli-Hof und im Zunfthaus zur Meise
Nachfolger: Kunst- und Auktionshaus A.-G.
1930-1931 erschienen vier illustrierte Auktionskataloge mit Nachlassversteigerungen.

 

G. & L. Bollag

Utoquai; Bahnhofstr. 31 (1925); Freie Str. 89 (1930); St. Peter Str. 16 (ab 1939); Versteigerungen im Hotel Baur oder im Zunfthaus zur Meise Gegr.: 1912 als Kunsthandlung und Auktionshaus
Inhaber: Gustave (1874-1953) und Léon (1876-1958)
Bollag1930-1943 erschienen 18 illustrierte Auktionskataloge mit hochwertigen Gemälden und Graphik. Das Auktionsgut wurde vor der Versteigerung häufig auch in Bern, Luzern und Basel ausgestellt.

Lit.:
Jaccard 2007, S. 165-179, hier S. 170
Schweiger, S. 65-67.
http://www.bollaggalleries.com/index_d.htm

 

Galerie Epoques

Stadelhoferstr. 26-28
Inhaberin: Marguerite Wyler
1941-1943 erschienen acht illustrierte Auktionskataloge mit Kunstobjekten, teilweise mit kunsthistorischem Apparat.

 

Galerie Neupert

Löwenplatz 19; Bahnhofstr./Füsslistr. (1913); Bahnhofstr. 1 (1936)
Gegr.: 1911 Eröffnung des Kunstsalons, ab 1919 Durchführung von Auktionen
Inhaber: Albin Neupert
1936 erschien ein illustrierter Auktionskatalog mit hochwertigen Gemälden. Die Galerie zeigte sich daran interessiert, die Verwertungsversteigerung „Entartete Kunst“, die schließlich am 30. Juni 1939 in der Galerie Fischer, Luzern, stattfand, durchzuführen (Jeuthe, S. 215).

Lit.:
Jeuthe 2007, S. 215.
Schweiger 1998, S. 63-65.

 

Galerie Wanner

Lintheschergasse 3; Versteigerung im Zunfthaus zur Meise
1937 erschien ein Auktionskatalog mit Kunstobjekten.

 

Hellmut Schumann, Schweizerisches Antiquariat

Rhönstr. 25
Gegr.: 1930
Vorgänger: Albert Raustein, Schweizerisches Antiquariat (1894-1930)
1941 erschien ein Auktionskatalog mit Büchern gemeinsam mit L’Art Ancien, Zürich.

 

Kunst & Spiegel AG

Bahnhofstr. 70; Versteigerung im Zunfthaus zur Meise
Gegr.: 1911 (GND)
1932 erschien ein illustrierter Auktionskatalog mit Kunstobjekten.

 

Kunst- und Auktionshaus A.-G.

Bahnhofstr. 67; Versteigerung im Zunfthaus zur Meise
Leitung: Dr. Störi und Dr. Pfisterer
Vorgänger: Dr. Spöri, Kunstsalon
1931 erschien ein illustrierter Auktionskatalog mit einer Nachlassversteigerung.

 

L’Art Ancien SA, Buch- und Kunstantiquariat

Gartenstr. 24; Versteigerung im Zunfthaus zur Meise
Gegr.: 1920 in Lugano als Tochterunternehmen des Antiquariats Jacques Rosenthal, München, eröffnet, 1929 Umzug nach Zürich, 1983 aufgelöst.
Geschäftsführer: Dr. Erwin Rosenthal von 1935 bis zur Emigration 1941 (Hopp 2012, S. 64).
1937-1941 erschien ein illustrierter Auktionskatalog mit Büchern und Graphik 1937 gemeinsam Gilhofer & Ranschburg, Luzern, sowie ein Auktionskatalog mit Büchern 1940 gemeinsam mit Hellmut Schumann, Zürich.

Lit.:
Hopp 2012, S. 64.
http://www.vebuku.ch

 

Münzhandlung J. Dreifuss

Höschgasse 57; Versteigerung in der Bahnhofstr. 32, Zürich
1944 erschien ein Münzauktionskatalog gemeinsam mit der Münzen- und Medaillen-Aktiengesellschaft, Basel.

 

Robert Pfisterer; Kunstsalon Dr. Pfisterer (ab 1933)

Bahnhofstr. 31; Versteigerung im Zunfthaus zur Meise, Zürich
1932-1938 erschienen sieben reich illustrierte Auktionskataloge, vorwiegend mit Kunstgewerbe und Möbeln, seltener Gemälden, gemeinsam mit der Galerie Fischer, Luzern.

 

Librairie Ancienne Ulrico Hoepli, Mailand

Galleria de Cristoforis
Gegr.: 1870 von Ulrich Hopeli (1847-1935) zunächst als Buchhandlung, dann um einen Verlag erweitert. Nach dem Tod Ulrich Hoeplis wurde der Verlag weitergeführt durch dessen Neffen Carlo Hoepli (1879-1972), das Antiquariat durch Erardo Aeschlimann (1897-1972).

1930-1939: Das Unternehmen Hoepli gab 19 aufwendig illustrierte Auktionskataloge mit hochwertiger Graphik, Büchern und Inkunabeln sowie ausführlichem wissenschaftlichen Apparaten unter der Leitung von Erardo Aeschlimann mit in der Schweiz heraus. Von diesen Auktionen fanden zehn in Zürich im Zunfthaus zur Meise, zwei in St. Moritz im Palace Hotel und zwei in Luzern im Hotel National statt. Für einige der Auktionen schloss das Unternehmen sich mit Partnern zusammen, so für drei Auktionen mit der Galerie Fischer, Luzern, sowie für zwei Auktionen mit Henning Oppermann bzw. dessen Nachfolger Braus Riggenbach, Basel.

Lit.:
Ulrico Hoepli 1847-1935 editore e libraio, Enrico Decleva (Hg.), Milano 1997