Auktionshäuser in Genf

A. Vogel

Petite Fusterie; Versteigerung im Zunfthaus zur Meise
1934 erschien ein illustrierter Auktionskatalog mit Kunstobjekten gemeinsam mit A. Müller-Fontana, Zürich.

 

Ars Classica S. A.

31, Quai du Mont Blanc; Versteigerungen im Schweizerhof, Luzern
Inhaber: Jacob Hirsch
1933-1934 erschienen zwei Münzauktionskataloge mit William S. Kundig und als Commissaire-Priseur und Jakob Hirsch als Experte.

 

C. A. Mincieux

11, Grand Rue; Versteigerung im Lausanne-Palace
1930 erschien ein illustrierter Auktionskatalog mit Graphik und Büchern sowie wissenschaftlichem Apparat gemeinsam mit Eugene Ruffy, Lausanne-Ouchy.

 

Galérie Georges Moos

12, Rue Diday
1942-1945 erschienen fünf illustrierte Auktionskataloge mit hochwertigen Gemälden. Bei allen Versteigerungen wirkte Ch. D. Cosandier als Vollstrecker.

 

Galérie Moos

3, Rue du Léman
Gegr.: 1906 als Postkartenverlag, ab 1910 Ausstellung moderner Gemälde, 1912 Eröffnung der Galerie de tableaux modernes
Inhaber: Max Moos (1880-1976)
1933-1941: Die Galérie Moos veröffentlichte in diesem Zeitraum 21 zum Großteil illustrierte Auktionskataloge, in denen sie vor allem Gemälde zur Versteigerung anbot. Zuweilen waren William S. Kundig, Genf, und August Laube, Zürich, für das Unternehmen als Experten tätig. Häufig wirkte auch Ch. D. Cosandier als Vollstreckungsbeamter bei den Auktionen mit. Im Galeriebetrieb hatte sich Moos schon früh auf Schweizer Kunst, insbesondere Ferdinand Hodler, spezialisiert. Er vertrieb eigene Kunstkataloge und unterhielt Exklusivverträge mit einzelnen Künstlern. Daneben war Max Moos auch für andere Auktionshäuser, etwa William S. Kundig, als Experte tätig
Lit.:
Jaccard 2002, S. 81-106.

 

Galerie Muriset

4, Place du Molard
Gegr.: 1900
1932 erschien ein Auktionskatalog mit Gemälden und Graphik, bei dem C. A. Mincieux als Experte fungierte.

 

William S. Kundig, Buch- und Kunsthandlung

1, Place du Lac; 2, Place du Port (1935)
Gegr.: 1918
1930-1945: Von William S. Kundig konnten 27 meist großzügig illustrierte Auktionskataloge, denen vorwiegend Büchern und Graphik angeboten wurden, ermittelt. Die Zählung mit Nr. 5 im Jahr 1930 und Katalog 77 im Jahr 1945 deutet stark darauf, dass eine weit größere Anzahl von Auktionskatalogen erschienen sein könnte – abgesehen von den vermutlich in die Zählung integrierten Lagerkatalogen. Kundig führte neben den Auktionen in seiner Kunsthandlung in Genf zahlreiche Auktionen in Zürich und Bern durch. Wurden seine Objekte in Genf versteigert, wurde das Auktionsgut zuvor häufig in anderen Schweizer Städten ausgestellt, meist in Lausanne, Zürich, Basel und Bern. William S. Kundig selbst war häufig für andere Auktionshäuser, wie Dr. August Klipstein, Bern, oder die Galérie Moos, Genf, als Experte oder Commissaire-Priseur tätig. 1936 veranstaltete er eine Auktion gemeinsam mit Dr. August Klipstein, Bern, und H. Thierstein, Bern; 1938 führte er eine Auktion gemeinsam mit Paul Prouté, Rue de Seine, 74, Paris sowie 1942 eine Auktion mit dem Antiquariat Hellmut Schumann, Zürich, in Zürich durch. An vier der bei Kundig veranstalteten Auktionen (Nr. 12, 37, 45, 61) war August Laube, Zürich, beteiligt. Häufig wirkte auch Ch. D. Cosandier als Vollstreckungsbeamter bei den Auktionen mit.