Auktionshäuser in Leipzig

Antiquariat Adolf Weigel

Roßstr. 5
Gegr.: 1778
1932: Es wurde ein illustrierter Auktionskatalog mit Autographen, Graphik und Büchern gemeinsam mit Hellmut Meyer & Ernst, Berlin, veröffentlicht. Die Auktion fand in Leipzig statt.

Lit.:
Gibas 2007, S. 210ff.
Wilhelm 1990, S. 193-201

 

C. G. Boerner

Universitätsstr. 26
Gegr.: 1826, 1944 zerstört, 1950 in Düsseldorf wiedereröffnet, 1984 Gründung einer Tochterfirma in New York.
Inhaber: Dr. Hans Boerner (1877-1947), seit 1919 mit Eduard Trautscholdt (1893-1976), seit 1929 mit Wolfgang Boerner (+1945).

1930-1943: Boerner veröffentlichte 44 illustrierte Auktionskataloge mit Graphik, teilweise auch mit Büchern, begleitet von einem aufwendigen kunsthistorischen Apparat. Bei zwei dieser Kataloge agierte Paul Graupe, Berlin, als Partner. Boerner galt als das bedeutendste Graphikhaus Deutschlands. Die Kupferstichkabinette aus London, Dresden, Budapest und Stockholm verauktionierten hier ihre Dubletten. Aufgrund guter Kontakte zu den nationalsozialistischen Machthabern wurde Boerner wohl von der Reichskammer der bildenden Künste beauftragt, die neue Auktionsordnung für das Deutsche Reich auszuarbeiten (Nebehay 1983, S. 74). 1938 übernahm das Leipziger Haus das von Hans Wertheim gegründete „Bibliographikon“ in der Tauentzienstr. 11 in Berlin (Enderlein 2006, S. 116, Nebehay 1983, S. 186), wo Verkaufsausstellung – auch von der Firma Puppel – durchgeführt wurden. Teilweise blieben die Graphiken über viele Kataloge hinweg im Angebot. Ab 1940 ging die Anzahl der veröffentlichten Kataloge stark zurück.

Lit.:

Enderlein 2006, S. 116 Gibas 2007, S. 209ff. Kästner 2005, S. 86-8 Kunstpreisverzeichnis 1940/41 Nebehay, 1983, S. 72ff., 186 Solomacha 2001, S. 52 Versteigerung von Kunstwerken aus der Eremitage Weltkunst mit zahlreichen Preisberichten Wilhelm 1990, S. 202-217 http://www.cgboerner.com/index.php?page=about

 

P. H. Beyer & Sohn

Dittrichring 22
Gegr.: 1897
1931 erschien ein illustrierter Auktionskatalog mit Gemälden und Graphiken.