Auktionshäuser in Köln

Carl Holzschuh Antiquar

Versteigerung in der Lengfeld’schen Buchhandlung, Zeppelinstr. 9
Inhaber: Carl Holzschuh
1943 erschien ein Auktionskatalog mit Büchern und Graphik.

 

Kunst-Auktionshaus F. A. Menna

Hohenzollernring 78

1930-1941: Es erschienen 47 Auktionskataloge mit Kunstobjekten und Hausrat mit wenigen Illustrationen. Nach der durchgehenden Zählung der Kataloge zu schließen, wurden vermutlich im Betrachtungszeitraum mehr als doppelt so viele Kataloge veröffentlicht (Kataloge 31-35, 37-41, 43-45, 47-49, 51, 58-63, 66-68, 70, 75, 79, 86, 93, 96, 100, 107-108 wurden nicht ermittelt). Das Auktionshaus Menna war an der sogenannten Verwertung von staatlich entzogenem jüdischen Vermögen beteiligt (Bopf 2004, 304f.).

Lit.:
Bopf 2004, S. 304f.
Kunstpreisverzeichnis 1.1939/40

 

M.-Lengfeld’sche Buchhandlung

Zeppelinstr. 9
Inhaber: Alexander Ganz, Felix Ganz, arisiert (Schroeder 2009, S. 385)
1932 erschien ein Auktionskatalog mit Autographen und wissenschaftlichem Apparat.

Lit.:
Schroeder 2009, S. 385

 

Matth. Lempertz Buchhdlg. und Antiquariat, Matth. Lempertz Antiquariat (ab Katalog 379/1936)

Neumarkt 3
Gegr.: 1802 „Antiquargeschäft mit Auktionsanstalt“, „J. M. Heberle (H. Lempertz)“ in Köln, 1844 Filiale in Bonn unter Mathias Lempertz, 1875 von Peter Hanstein erworben und nach Köln verlegt.

Inhaber: Joseph Hanstein 1930-1943: Die Kunsthandlung veröffentlichte 107 fast immer illustrierte Auktionskataloge (nicht ermittelt wurden die Kataloge 302, 303, 307, 309, 313, 315, 322-324, 327, 332, 333, 337, 339, 340, 344, 353, 357, 370), darunter eine Auktion, die gemeinsam mit C. G. Boerner, Leipzig, veranstaltet wurde. Die Kataloge waren einheitlich in Quart-, teilweise auch im Oktavformat gestaltet, die Lose begleiteten ein kunsthistorischer Apparat sowie häufig Lichtdrucktafeln und Vorworte aus der Feder „H. R.“. Zur Versteigung gelangten hochwertige Gemälde, aber auch komplette Sammlungen inklusive Bettwäsche, etwa die Sammlung Wallraf 1932. Daneben veranstaltete Lempertz auch Spezialauktionen, etwa mit Waffen. Lempertz führte komplette Liquidationen, etwa der Galerie Stern, durch. Ab 1936 zierte alle Katalogeinbände eine Vignette mit der Inschrift „Kunstauktionshaus“ sowie das Jubiläumslogo „Köln 90 Jahre 1846-1936“. Entsprechend einem Vorwort (Kat. 391, 30.10.1937), in dem sich H. R. vehement für die Kunst des 19. Jahrhunderts als neuer, endlich auch von politischer Seite geforderter Kunstrichtung einsetzte, fokussierten etliche Auktionen auf Gemälde des 19. Jahrhunderts, teilweise tatsächlich mit dem „röhrenden Hirsch“. Der letzte Katalog (Nr. 420) erschien 1943; im gleichen Jahr wurde die Kunsthandlung durch Bombentreffer zerstört.

Lit.:

Bopf, S. 300f.
Koldehoff 2009, S. 29-35 zu Katalog 403 mit Einlieferungen des Kunsthändlers Walter Westfeld
Kunstpreisverzeichnis 1.1939/40, 2.1940/41, 3.1941/42
Tatzow 2009, S. 86-97 zu Katalog 403 mit Einlieferungen des Kunsthändlers Walter Westfeld
Weltkunst mit zahlreichen Preisberichten
Wilhelm 1990, S. 171-192
Wilmes 2012, S. 54f.
http://www.lempertz.com