Auktionshäuser in Düsseldorf

Carl Eugen Pongs, Kunstversteigerer

Bismarckstr. 22
1937-1941 erschienen zehn zum Teil illustrierte Auktionskataloge (Kataloge 1, 3 und 12 wurden nicht ermittelt) mit Gemälden und anderen Kunstobjekten. Häufig fanden die Versteigerungen im Auftrag des Finanzamts statt.

Lit.:
Kunstpreisverzeichnis 1.1939/40, 2.1940/41, 3.1941/42

 

Dr. Schönemann Kunstauktionshaus

Königsallee 19; Versteigerung im Park-Hotel
1932 erschien ein illustrierter Auktionskatalog mit Gemälden.

 

Galerie Flechtheim

Königsallee 34; Versteigerungen im Breidenbacher Hof
Gegr.: Galerie 1913, Auktionen ab 1917, aufgelöst 1933
Inhaber: Alfred Flechtheim (1878-1937)

1932-1933: Die Galerie Flechtheim veröffentlichte zwei illustrierte Auktionskataloge mit hochwertigen Kunstobjekten und kunsthistorischem Apparat gemeinsam mit der Galerie Paffrath, Düsseldorf, und Hugo Helbing, München. Versteigert wurden die Sammlung M. Leiffmann (1932) sowie eine gemischte Auktion mit Beständen aus dem Berliner Palais Radziwill (1933). Letztere erlangte zweifelhafte Berühmtheit, da der Kampfbund der deutschen Kultur unter Leitung von Alfred Rosenberg sie gewaltsam auflöste (handschriftlicher Eintrag im Exemplar der Kunstbibliothek Köln unter Losnummer 141 sowie Tisa Francini/Heuß/Kreis 2001, S. 41).

Lit.:
Dascher 2011, S. 288, S. 296-298
rancini/Heuß/Kreis 2001, S. 41 zur Auktion Radziwill

 

Galerie Paffrath

Jacobistr. 14 a (1867); Königsallee 46 (1914)
Gegr.: 1867 als Gemäldehandlung, vor allem mit Werken der Düsseldorfer Malerschule
Inhaber: Hans und Georg Paffrath
1932-1933 erschienen zwei Auktionskataloge gemeinsam mit der Galerie Flechtheim, Düsseldorf, und Hugo Helbing, München (s. unter Galerie Flechtheim, Düsseldorf).
www.galerie-paffrath.de/de/index.php

 

Julius-Stern-Kunst-Auktionshaus, Galerie Max Stern (1933)

Königsallee 23/25; Versteigerungen im Park-Hotel und Breidenbacher Hof

Gegr.: 1913 von Julius Stern (1867-1934), ab 1928 gemeinsam mit seinem Sohn Max (1904-1987) betrieben. Ab Ende 1933 finden keine Auktionen mehr statt. Max Stern erhält im August 1935 aufgrund seiner jüdischen Abstammung Berufsverbot. Der avisierte Nachfolger Karl Koetschau wird aufgrund eines jüdischen Großvaters ebenfalls von der Reichskammer der bildenden Künste abgelehnt. Die Galerie wird zum 15.12.1937 aufgelöst und Max Stern emigriert am 23.12.1937 nach Paris, von dort 1938 weiter nach London (Dorrmann 2008, S. 99ff.). Die Bestände der Galerie werden am 13.11.1937 bei Lempertz (Katalog 392) versteigert.

1930-1933 erschienen acht illustrierte, von einem kunsthistorischen Apparat begleitete Auktionskataloge mit hochwertigen Gemälden.

Lit.:
Dorrmann 2008, S. 99-104
MacKenzie 2006
Schwarz 1962, S. 129
Gedeon 2012, S. 12-16