German Sales 1901-1945

Im Rahmen des seit dem 1. März 2013 laufenden Projekts “Kunst – Auktionen – Provenienzen. Der deutsche Kunsthandel im Spiegel der Auktionskataloge der Jahre 1901 bis 1929” werden erstmals die zwischen 1901 und 1929 in Deutschland, Österreich und der Schweiz erschienenen Auktionskataloge ermittelt, bibliographisch erfasst und auf dieser Grundlage quantitativ ausgewertet, digitalisiert sowie online frei zugänglich gemacht.

Die Auktionskataloge sind die Grundlage zur Erforschung des Kunstmarkts im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, zu Fragen des Sammelns und der Geschmacksbildung sowie zu einzelnen Künstlern und Kunstgattungen. Darüber hinaus liefern sie ein Rechercheinstrument für die Provenienzforschung. Die Auktionskataloge, die heute verstreut in vielen Kunst- und Museumsbibliotheken aufbewahrt werden, waren bislang nur schwer zugänglich. Zentral angebotene detaillierte Recherchemöglichkeiten inklusive Volltextsuche vereinfachen und optimieren nun den Zugriff auf das  Material. Projektpartner sind die Universitätsbibliothek Heidelberg und die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für drei Jahre gefördert. Bis Juli 2015 wurden ca. 3.800 Kataloge online gestellt.

In dem Ende Februar 2013 abgeschlossenen internationalen Kooperationsprojekt “German Sales 1930-1945. Art Works, Art Markets, and Cultural Policy” wurden bereits über 3.200 Auktionskataloge der Jahre 1930 bis 1945 aus Deutschland, der Schweiz und Österreich und den im Zweiten Weltkrieg von Deutschland besetzten Ländern nachgewiesen, digitalisiert und online bereit gestellt. Durch OCR-Bearbeitung entstanden durchsuchbare Volltexte, die in den Getty Provenance Index® integriert wurden. Projektpartner war hier neben der Universitätsbibliothek Heidelberg und der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin das Getty Research Institute in Los Angeles.
Als Ergebnis des Projekts stehen sämtliche zwischen 1930 und 1945 in Deutschland, Österreich und der Schweiz erschienenen Auktionskataloge digitalisiert und kostenfrei durchsuchbar in arthistoricum.net und über den Getty Provenance Index® als unverzichtbare Quellen für die kunst- und sozialwissenschaftliche Forschung zum deutschen Kunstmarkt 1930 bis 1945 sowie zur Provenienzrecherche zur Verfügung. Gefördert wurde dieses Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, den National Endowment for the Humanities sowie die VolkswagenStiftung.

 

 

Aktuelles

Mittwoch, 27.04.16, 19.30 Uhr
Hugo Helbing (1863-1938) – Auktionen für die Welt

Veranstaltung anlässlich der Schenkung von annotierten Katalogen an das Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Programm (PDF)

Donnerstag, 28.04.16, 09.15-13.00 Uhr
Kolloquium Provenienz- und Sammlungsforschung (VII)

Programm (PDF)

Annotierte Auktionskataloge der Firmen Adolf Weinmüllers in München 1936-1943 und Wien 1938-1944 ab sofort über die Datenbank Lost Art recherchierbar.


Neues DFG-Projekt

Das Portal „German Sales“ wird im Kontext des DFG-Projekts „Kunst – Auktionen – Provenienzen. Der deutsche Kunsthandel im Spiegel der Auktionskataloge der Jahre 1901 bis 1929“ ausgebaut und umfasst nun Kataloge der Jahre 1901-1945.

Bibliografie der Auktionskataloge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz 1930-1945


Fehlende Kataloge - Bitte um Mithilfe

"German Sales 1930-1945" ist Partner des International Research Portal for Records Related to Nazi-Era Cultural Property.

Was findet man wo?

In arthistoricum.net finden Sie den nach Auktionshäusern geordneten Online-Zugang zu allen in Heidelberg digitalisierten ca. 7900 Auktionskatalogen sowie eine Volltextsuche durch das komplette Angebot.

Über den Getty Provenance Index® können Sie in derzeit ca. 250.000 Datensätzen zu Gemälden, Zeichnungen oder Skulpturen aus ca. 1.800 deutschsprachigen Auktionskatalogen der Jahre 1930-1945 recherchieren, inkl. detaillierten Suchfunktionen und Zusatzinformationen zu Preisen, Käufern etc.

Gefördert von: