Rezension

Editorial

Online-Rezensionen werden zuletzt Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen. Ein Beispiel dafür findet sich unter erbloggtes.wordpress.com/2017/03/19/zur-causa-reitzenstein-wert-und-bewertung/ Insbesondere die Möglichkeit, bei elektronischen Texten im Nachhinein Stellen zu verändern, verführt gerne einmal den Kritisierten, vor Gericht ein solches Vorgehen zu erzwingen. Leider durchaus mit Erfolg. Wie ist das eigentlich im Druck? Zwingen deutsche Gerichte den Verlag dann dazu, ganze Ausgaben einer Zeitschrift einzustampfen? Wir haben bei den sehepunkten/ Kunstform durchaus auch schon einmal Fälle, in denen sich Autoren und Autorinnen über eine Rezension beschweren - meistens die zu einem Buch aus eigener Produktion. Normalerweise lässt sich der Dissens aber über einen Kommentar des Betroffenen regulieren.

Insgesamt ist die Tendenz besorgniserregend, denn sie läuft auf zwei Möglichkeiten hinaus: Entweder das Genre der online-Rezension verschwindet ganz, oder wir landen bei Gefälligkeitsbesprechungen, die man auch gleich als Werbemittel der Verlage verkaufen könnte.

Eine gute Lektüre unserer heutigen Ausgabe wie einen ebenso guten Sommer wünschen

Philippe Cordez Hubertus Kohle Susanne Leeb Florian Leitner Sigrid Ruby Ute Verstegen


zur Ausgabe KUNSTFORM 18 (2017), Nr. 7

Empfohlene Zitierweise:

Magnus Brechtken: Rezension von: Ulrich Höhns: Zwischen Avantgarde und Salon. Cäsar Pinnau 1906 - 1988. Architektur aus Hamburg für die Mächtigen der Welt, München / Hamburg: Dölling und Galitz 2015
in KUNSTFORM 18 (2017), Nr. 7,

Rezension von:

Magnus Brechtken
Institut für Zeitgeschichte München - Berlin

Redaktionelle Betreuung:

Redaktion der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte